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Irans Oppositionsführer erneut von Parlamentariern verklagt

AFP VOM 6.2.2010 | Nachrichten - Nachrichten | 793 Aufrufe
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Mussawi soll Leben der Bürger gefährdet haben

Erneut haben mehr als 150 Abgeordnete des iranischen Parlaments Oppositionsführer Mir-Hossein Mussawi verklagt. Laut der regierungsnahen Zeitung "Iran" werfen die Abgeordneten Mussawi vor, mit seinen Protesten nach der umstrittenen Wiederwahl von Präsident Mahmud Ahmadinedschad im Juni "Leben und Eigentum" der Bürger gefährdet zu haben. Sie fordern eine Verfolgung Mussawis durch die Justiz. Teherans Generalstaatsanwalt Gholamhossein Mohseni Edscheie bestätigte, die Klage der Abgeordneten erhalten zu haben.

Bereits im Oktober hatten etwa hundert Parlamentarier Mussawi verklagt, weil er mit seinen "Aktionen und Mitteilungen" nach Ahmadinedschads Wiederwahl den "Ruf des islamischen Staates beschädigt" habe. Mussawi hatte gemeinsam mit dem reformorientierten Ex-Präsidenten Mohammed Chatami sowie dem früheren Parlamentspräsidenten Mehdi Karubi immer wieder Kritik am Ausgang der Wahlen geäußert und der iranischen Führung Wahlbetrug vorgeworfen.

6. Februar 2010 - 19.14 Uhr

© AFP Agence France-Presse GmbH 2010


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