Iranischer Filmemacher aus den USA nach Teheran zurückgekehrt
AFP VOM 31.7.2010 | Nachrichten - Nachrichten | 481 Aufrufe Mehr zum Thema:Filmemacher, Iran
38-Jähriger war angeblich zwei Monate in US-Hochsicherheitstrakt
Ein iranischer Filmemacher ist nach einem längeren US-Aufenthalt in seine Heimat zurückgekehrt, nachdem er eigenen Angaben zufolge zwei Monate in einem US-Gefängnis zubringen musste. Wie der englischsprachige iranische Fernsehsender Press TV am Samstag auf seiner Internetseite berichtete, wurde Hossein Dehbaschi am 6. Juni wegen des Fälschens eines Unterstützungsbriefes der UNO für seinen Staatsbürgerschaftsantrag in den USA festgenommen. Bei seiner Ankunft in Teheran sagte der 38-Jährige laut Press TV selbst, er sei wegen "unvollständiger Einwanderungsdokumente" festgenommen worden. Er sei in einem Hochsicherheitsgefängnis in Baltimore im US-Bundesstaat Maryland inhaftiert gewesen.
Dem Fernsehbericht zufolge forderten die US-Behörden den Regisseur auf, politisches Asyl zu beantragen. Anderenfalls müsse er mit zehn Jahren Haft rechnen. Dehbaschi war im Mai 2006 in die USA gereist, um einen Dokumentarfilm über die Vereinten Nationen zu drehen.
Anfang Juli war auch der iranische Atomphysiker Schahram Amiri aus den USA in seine Heimat zurückgekehrt. Er hatte behauptet, vom US-Geheimdienst entführt worden zu sein. Die US-Regierung hatte die Angaben dementiert und erklärt, Amiri habe sich aus freien Stücken in den USA aufgehalten und das Land auch wieder freiwillig verlassen. US-Zeitungsberichten zufolge hatte sich Amiri in die USA abgesetzt und erhielt dort mehrere Millionen Dollar, um Einzelheiten des iranischen Atomprogramms zu verraten.
31. Juli 2010 - 14.33 Uhr
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