Iran will Gefängnispersonal nach Misshandlungen belangen
AFP VOM 4.8.2009 | Nachrichten - Nachrichten | 795 Aufrufe Mehr zum Thema:Iran, Häftlinge
Nach Tod zweier Demonstranten im Gewahrsam
Nach Misshandlungsvorwürfen inhaftierter Oppositioneller wollen die iranischen Behörden die Verantwortlichen aus den Gefängnissen vor Gericht stellen. Nach einem Besuch in der Haftanstalt Kahrisak im Süden der Hauptstadt Teheran seien alle Angestellten, denen Übergriffe gegen oppositionelle Demonstranten vorgeworfen worden seien, ihrer Posten enthoben worden, meldet die amtliche Nachrichtenagentur Irna unter Berufung auf den Nationalen Sicherheitsrat. Sie sollten zudem gerichtlich belangt werden. Die Entscheidung sei nach einer Auswertung der Krankenakten und Gesprächen mit den Familien der Verletzten erfolgt, hieß es.
Vor einer Woche hatte der oberste geistliche Führer Ayatollah Ali Chamenei angeordnet, das Gefängnis wegen nicht erfüllter "Standards" zu schließen. Chamenei habe befohlen, dass es keine "Ungerechtigkeit" gegen inhaftierte Demonstranten geben dürfe, hatte der Chef des Nationalen Sicherheitsrats, Said Dschalili, zur Begründung gesagt. Zuvor hatte es Berichte darüber gegeben, das zwei Demonstranten in dem Gefängnis ums Leben gekommen seien.
Wie Polizeichef Esmail Ahmadi Moghadam im iranischen Fernsehen sagte, starb einer der beiden Männer im Kahrisak-Gefängnis. Im Zusammenhang mit dem Todesfall seien drei Wachleute in Gewahrsam genommen worden.
4. August 2009 - 20.05 Uhr
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