Inzest-Vater von Amstetten in neues Gefängnis verlegt
AFP VOM 3.6.2009 | Nachrichten - International | 916 Aufrufe Mehr zum Thema:Inzest
Der zu lebenslanger Haft verurteilte österreichische Inzesttäter Josef F. ist in ein neues Gefängnis verlegt worden. Der 74-Jährige wurde am Mittwoch von der Justizvollzugsanstalt Wien-Mittersteig in das Gefängnis Stein in Krems an der Donau gebracht, wie die Vollzugsverwaltung mitteilte. In dem größten Gefängnis Österreichs sitzen ausschließlich männliche Häftlinge mit einer Haftdauer von anderthalb Jahren bis lebenslang mehrheitlich in Einzel- oder Doppelzellen ein, wie Vollzugsdirektionschef Karl Drexler der österreichischen Nachrichtenagentur APA sagte.
In Stein soll F. nun seine Haftstrafe absitzen. Das Gefängnis sei unter anderem aus Sicherheitsgründen augewählt worden, sagte Drexler. Hier könne der Inzesttäter besser vor möglichen Angriffen von Mitgefangenen geschützt werden: "Es ist ja auch draußen bekannt, dass Sittlichkeitverbrecher bei Mitinsassen auf eine gewisse Ablehnung stoßen." Dies sei "präventiv mitbedacht" worden. Zudem habe Stein eine eigene Krankenabteilung, was bei dem fortgeschrittenen Alter des Verurteilten eine Rolle spiele.
F. war im März zu lebenslanger Haft verurteilt worden. Er hatte seine Tochter 24 Jahre in einem Kellerverlies unter seinem Haus in Amstetten gefangen gehalten. Dort hatte er sie immer wieder vergewaltigt und sieben Kinder mit ihr gezeugt, von denen eines kurz nach der Geburt starb. Der 74-Jährige wollte ursprünglich im Gefängnis Garsten untergebracht werden, das am nächsten an seiner Heimatstadt Amstetten liegt. Seine Familie hatte sich dagegen ausgesprochen.
3. Juni 2009 - 14.29 Uhr
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