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Investmentbanker scheitern mit Klage auf höhere Bonuszahlungen

AFP VOM 13.10.2011 | Nachrichten - Allgemein | 763 Aufrufe
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Bonuszahlungen, Investmentbanker

Ins Trudeln gerate Dresdner Bank durfte Boni massiv kürzen

Frühere Investmentbanker der Dresdner Bank sind vor dem Bundesarbeitsgericht (BAG) mit Forderungen nach höheren Bonuszahlungen endgültig gescheitert. Das 2008 wegen der internationalen Finanzkrise ins Trudeln geratene und 2009 von der Commerzbank übernommene Geldhaus durfte damals in Aussicht gestellte Boni um 90 Prozent kürzen, wie das Gericht am Donnerstag in Leipzig mitteilte. Die 13 Banker hatten Nachzahlungen von knapp 30.000 bis zu 450.000 Euro gefordert.

In einem vom Gericht exemplarisch verhandelten Fall bezog der Kläger ein Bruttomonatsgehalt rund 6000 Euro. Zudem hatte ihm die Bank im Dezember 2008 mitgeteilt, dass er für das laufende Jahr voraussichtlich einen Bonus von über 172.000 Euro bekommen werde, allerdings unter dem "Vorbehalt", bei anhaltenden Verlusten die "vorläufige Bonusfestsetzung zu reduzieren". Weil ein Kassensturz der Bank dann im Februar 2009 einen Verlust von rund sechs Milliarden Euro ergab, kürzte die Dresdner Bank den Bonus des Klägers um 90 Prozent auf nur noch 17.250 Euro brutto. Mit Recht, entschied nun das BAG in Hinblick auf die "erwirtschafteten Verluste" der Bank.

Die Commerzbank hatte die Dresdner Bank Mitte Januar 2009 übernommen und deren neunköpfigen Vorstand entlassen. Der Dresdner-Bank-Chef Herbert Walter und einige Vorstandsmitglieder hatten damals auf Abfindungen und Bonuszahlungen verzichtet.

13.10.2011 - 12:01 Uhr

© AFP Agence France-Presse GmbH 2011

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