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Inkasso Forderung nach Umzug von KRK Inkasso

12.10.2017 Thema abonnieren Zum Thema: Inkasso Forderung
 Von 
maggyrecht123
Status:
Frischling
(4 Beiträge, 0x hilfreich)
Inkasso Forderung nach Umzug von KRK Inkasso

Meine Tochter hatte im Dezember 2015 eine Zahnarztbehandlung. Wir sind im März 2015 umgezogen, die neuen Adressdaten waren also zumindest auf der Versicherungskarte gespeichert und wir hatten auch einen Nachsendeauftrag für 6 Monate laufen.

Im Sommer diesen Jahres also 2017 haben wir, also meine Tochter und ich eine Mahnung vom Rechtsanwalt des KRK Inkasso bekommen in der nur einem Gesamtbetrag von ca. 300 € als Forderung stand. Als ich nachfragte bekam ich eine Rechnungskopie, die an die alte Adresse ausgestellt war.
Ich habe wie hier im Forum gelesen, den Rechnungsbetrag von 50 € an den Zahnarzt im Ausgust 2017 bezahlt und 15 € für Mahngebühren, Ermittlungskosten und Zinsen an das Inkassobüro KRK (habe ich im Verwendungszweck dazugeschrieben). Ich hatte auch darauf hingewiesen, dass meine Tochter der familienversicherte Patient war und nicht die Zahlungspflichtige und dass keine Daten gespeichert werden sollen und habe natürlich den restlichen Kosten des Inkassobüros widersprochen.

Darufhin bekam nur noch ich einen Brief, dass keine Daten gespeichert werden und sie meine Ratenzahlung von 15 € monatlich akzeptieren, wenn ich die Anrkenntniserklärung und Teilzeitvereinbarung unterschreibe und zahle. Dies habe ich nicht getan.

Heute haben meine Tochter und ich jeweils einen Mahnbescheid über 359 € bekommen. Was mache ich jetzt?

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Inkasso Forderung


5 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
Ex Inkassomitarbeiter
Status:
Praktikant
(715 Beiträge, 220x hilfreich)

Ist die Tochter minderjährig und/oder hast du der Behandlung zugestimmt?
Die Summe setzt sich einzeln wie zusammen?

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#2
 Von 
maggyrecht123
Status:
Frischling
(4 Beiträge, 0x hilfreich)

Meine Tochter war im Dezember 2015 18 Jahre alt aber familienversichert, bei der Bahandlung war ich nicht dabei.
Ärztliche Leistung 50 €, Kontokorrentabrechnung 15 €, Schadenersatz 87,82 €, Verfahrenskosten 59 €, Mahnkosten 20 €, Auskünfte 20 €, Inkassokosten 102,82 €, Zinsen 4,96 €.

Im Inkassobrief waren andere Werte aufgeführt, unter anderem waren die Inkassokosten da mit 205,64 € beziffert, Schadenersatz gab es nicht.

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#3
 Von 
mepeisen
Status:
Weiser
(17287 Beiträge, 11692x hilfreich)

Zitat:
die neuen Adressdaten waren also zumindest auf der Versicherungskarte gespeichert

Sicher? Ihr ward bei der Krankenkasse und habt die ändern lassen? Ganz automatisch geht das ja nicht.

Zitat:
und wir hatten auch einen Nachsendeauftrag für 6 Monate laufen.

Der also im September auslief und der Arztbesuch war erst danach.

Zitat:
Ich habe wie hier im Forum gelesen, den Rechnungsbetrag von 50 € an den Zahnarzt im Ausgust 2017 bezahlt und 15 € für Mahngebühren, Ermittlungskosten und Zinsen an das Inkassobüro KRK (habe ich im Verwendungszweck dazugeschrieben).

Das ist in meinen Augen auch angemessen. 250€ Gebühren sind ein schlechter Witz.

Zitat:
Heute haben meine Tochter und ich jeweils einen Mahnbescheid über 359 € bekommen. Was mache ich jetzt?

Ich würde vollumfänglich widersprechen.
Dass nur Inkassobüros oder Anwälte Adressauskünfte einholen dürfen, ist eher aus der Kategorie "Blödsinn".
Aber nicht nur das.

Zitat:
unter anderem waren die Inkassokosten da mit 205,64 € beziffert

Spätestens hier würde ich sogar das Aufsichtsgericht einschalten und diesen Brief dort hinschicken. Ich würde einen Lizenzentzug beantragen mit der Begründung, dass frei erfundene Gebühren, die ein Vielfaches dessen darstellen, was jemals im RVG auftaucht, beweisen, dass das Inkasso keine notwendige Sachkunde und Fachkenntnis gemäß RDG aufweist. Dass es zum Schutz aller (Gläubiger und Schuldner) aus dem verkehr gezogen werden muss.

Bei solchen Versuchen eines Inkassos setzt bei mir das Verständnis aus.

Ich würde auch den Mahnbescheid mitschicken und darauf hinweisen, dass die folgenden Positionen ebenfalls frei erfunden sind: "Kontokorrentabrechnung 15 €, Schadenersatz 87,82 €"
Auch Mahnkosten von 20€ sind frei erfunden. Das entspricht je nach Lesart bis zu 20 Mahnbriefen...

Ich würde schwer davon ausgehen, dass sich kein Inkasso mit so einem Unfug jemals wirklich vor Gericht traut.

Signatur:Meine Beiträge stellen keine Rechtsberatung dar. Sicherheit gibts nur beim Anwalt.
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#4
 Von 
mepeisen
Status:
Weiser
(17287 Beiträge, 11692x hilfreich)

Nachtrag: Wenn man einen der Geschäftsführer des Inkassos per Google sucht (Hans-Werner Klein), findet man einen Zahnarzt. Wie hieß euer Zahnarzt doch gleich? :-)
Dürfte wirklich Zufall sein, aber ein ziemlich kurioser Zufall.

Signatur:Meine Beiträge stellen keine Rechtsberatung dar. Sicherheit gibts nur beim Anwalt.
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#5
 Von 
maggyrecht123
Status:
Frischling
(4 Beiträge, 0x hilfreich)

Der Zahnarzt hieß nicht Klein. Aber danke für deine Antwort, ich wollte auch vollumfänglich widersprechen, war mir aber nicht so sicher. Das kann ja kein Recht sein so etwas!


-- Editiert von maggyrecht123 am 13.10.2017 08:21

-- Editiert von maggyrecht123 am 13.10.2017 08:22

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