In Schweizer Haft Verstorbener ist nicht Steuerdatendieb
AFP VOM 2.10.2010 | Nachrichten - Nachrichten | 835 Aufrufe Mehr zum Thema:Steuerdatendieb
Mann stellte offenbar Kontakt zu deutschen Behörden her
Entgegen ersten Mutmaßungen handelt es sich bei einem in Schweizer Haft gestorbenen Österreicher einem Zeitungsbericht zufolge offenbar nicht um den Dieb von Schweizer Bankdaten, sondern vielmehr um den Überbringer der Steuerdaten-CD an die deutschen Behörden. Einem Bericht der österreichischen "Kronen Zeitung" zufolge organisierte der 42-Jährige vor allem den Geldtransfer in Höhe von 2,5 Millionen Euro. Der Boulevardzeitung zufolge bekam er für seine Vermittlungen eine Entschädigung von dem Geld.
Der aus Tirol stammende Mann war am Mittwoch tot in seiner Gefängniszelle in Bern aufgefunden worden. Die Schweizer Bundesanwaltschaft erklärte daraufhin, dass gegen den Insassen "wegen Bankdatenraubs und des Verkaufs der Informationen an Deutschland" ermittelt werde. Zu den Umständen seines Todes wurde eine Ermittlung eingeleitet. Sein Vater sagte der "Kronen Zeitung", er habe nichts von der Verwicklung seines Sohnes in die Datenaffäre gewusst.
Das Land Nordrhein-Westfalen hatte Anfang März für 2,5 Millionen Euro von dem Informanten die CD-Rom mit Daten von Steuersündern erworben. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft Düsseldorf versteckten die mutmaßlichen Steuerbetrüger mehr als 1,3 Milliarden Euro vor dem Fiskus in der Schweiz.
2. Oktober 2010 - 14.48 Uhr
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