In Fleischskandal deutlich mehr Abfälle verwertet als angenommen
AFP VOM 15.10.2005 | Nachrichten - Allgemein | 2826 Aufrufe Mehr zum Thema:Fleischskandal, Fleisch, Skandal
Im bayerischen Fleischskandal sind deutlich mehr Schlachtabfälle an Lebensmittelfirmen geliefert worden als bislang angenommen. "Es handelt sich um eine Größenordnung von rund 2500 Tonnen so genannter K3-Schlachtabfälle, die zur Lebensmitteltauglichkeit umdeklariert worden sind", sagte Bayerns Umweltminister Werner Schnappauf (CSU) der "tageszeitung" (Samstagsausgabe). Dies sind 800 Tonnen mehr als die bislang angenommenen 1700 Tonnen. Nicht klar sei bislang aber, in welchen Lebensmitteln die Schlachtabfälle verarbeitet wurden und wie viel davon bereits in den Handel gelangt ist, sagte Schnappauf. Was immer zurück zu holen sei, werde durch eine von ihm veranlasste Rückrufaktion aus den Regalen genommen.
Die Staatsanwaltschaft Memmingen hatte am Mittwoch Ermittlungen gegen einen Geschäftsmann bestätigt. Dieser soll Schlachtabfälle, die allenfalls als Hunde- oder Katzenfutter geeignet gewesen wären, als hochwertiges Fleisch verkauft haben. Eine Gesundheitsgefährdung soll für die Verbraucher nicht bestehen.
14. Oktober 2005 - 16.02 Uhr
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