Im Konstanzer Taximord-Prozess soll Angeklagter in die Psychiatrie
AFP VOM 8.2.2011 | Nachrichten - Allgemein | 834 Aufrufe Mehr zum Thema:Mord, Taxi
28-Jähriger äußert im Schlusswort sein Bedauern
Im Prozess um den Taxi-Mord vom Bodensee hat die Staatsanwaltschaft am Dienstag für den Angeklagten eine lebenslange Haft gefordert. Außerdem forderte sie vor dem Landgericht Konstanz, den 28-jährigen Maler Andrej W. in der Psychiatrie unterzubringen, wie ein Gerichtssprecher sagte. Die Anklage sieht demnach wegen einer psychischen Erkrankung eine verminderte Schuldfähigkeit bei W. Auch die Verteidiger von W. forderten eine psychiatrische Unterbringung, sie stellten die Höhe des Strafmaßes ansonsten ins Ermessen des Gerichts. Dagegen forderte die Nebenklage eine lebenslange Haft mit anschließender Sicherungsverwahrung, sie hält W. für voll schuldfähig.
Der 28-Jährige äußerte sich den Angaben zufolge am Dienstag in seinem Schlusswort erstmals, dabei bedauerte er die Taten. W. soll im vergangenen Juni eine 32-jährige Taxifahrerin in Hagnau am Bodensee mit Stichen in den Hals ermordet und tags zuvor eine weitere Taxifahrerin niedergestochen und vergewaltigt haben. Die 44-Jährige erlitt dabei bleibende Schäden. Die beiden Taten hatten bundesweit für Aufsehen gesorgt. Nach viertägiger Suche entdeckten Zielfahnder den flüchtigen Verdächtigen in der Gartenlaube seiner Großmutter in Senftenberg in Brandenburg. Das Urteil soll am Donnerstag fallen.
08.02.2011 - 15:31 Uhr


