Im Erpressungsfall der Milliardärin Susanne Klatten steht die Anklageerhebung bevor. Er gehe davon aus, dass noch im Laufe dieses Monats Anklage gegen den in Untersuchungshaft sitzenden Verdächtigen erhoben werde, sagte der Leiter der Staatsanwaltschaft München I, Christian Schmidt-Sommerfeld, und bestätigte damit einen entsprechenden Bericht der "Bild"-Zeitung. Zu einem Prozess gegen den ehemaligen Geliebten Klattens werde es dann womöglich "im späten Frühjahr" kommen, die Entscheidung darüber liege aber beim Gericht.
Laut Schmidt-Sommerfeld ist noch offen, ob die 46-jährige BMW-Großaktionärin als Zeugin in dem Prozess aussagen muss. Sollte der Beschuldigte Helg S. ein umfassendes Geständnis ablegen, könne eine Aussage Klattens unnötig sein.
Die der Quandt-Familie entstammende verheiratete Mutter von drei Kindern hatte S. Anfang des Jahres angezeigt, weil dieser sie mit kompromittierenden Bildern von ihrer Affäre um 40 Millionen Euro erpressen wollte. Schmidt-Sommerfeld widersprach aber Informationen der "Bild"-Zeitung, wonach zur Aufklärung des Falls mehr als 30 Zeugen geladen werden sollen. Diese Zahlen stammten nicht von der Staatsanwaltschaft.
3. Dezember 2008 - 12.34 Uhr
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