"I Like": Besser Mediation statt Mahnbriefe im Facebook-Streit

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Wenn verschiedene Interessen eine gemeinsame Lösung wollen

Nun sind im schleswig-holsteinischen Streit um den "gefällt mir"-Button die ersten Anhörungsbriefe an öffentliche Stellen mit Facebook-Fanpage versandt worden. Was wird als nächstes geschehen? Viele kleine Einzelprozesse mit Bußgeldern sind lang und zäh. Stattdessen sollten sich alle Beteiligten mit der Unterstützung eines Mediators an einen Tisch setzen.

In diesem Fall könnten das Herr Thilo Weichert, bzw. das Datenschutzzentrum ULD, die schleswig-holsteinische Landesregierung, Facebook und die Industrie- und Handelskammer sein. Alle vertreten zwar unterschiedliche Positionen, jedoch die Interessen, die die Beteiligten damit verfolgen, sind wahrscheinlich ähnlicher, als sie vermuten. Wenn jeder die Interessen des anderen kennenlernt, kann Verständnis für das Handeln des anderen entstehen.

Und wer den anderen versteht, ist leichter bereit, mit ihm zusammen zu überlegen, welche Lösungen es für die Erfüllung sämtlicher Interessen geben könnte. Die auf diesem Wege gefundenen Lösungen sind Win-Win-Situationen für alle.

Wer würde da nicht den eigenen inneren "gefällt mir"-Button drücken?

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