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Hundert Firmen bei Kurzarbeitergeld unter Betrugsverdacht

AFP VOM 19.8.2009 | Nachrichten - Nachrichten | 1391 Aufrufe
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Kurzarbeit

Meiste Fälle in Bayern, Baden-Württemberg und NRW

Rund einhundert Firmen stehen laut Bundesagentur für Arbeit (BA) im Verdacht, beim Bezug von Kurzarbeitergeld betrogen zu haben. Das sagte eine BA-Sprecherin und bestätigte damit einen Bericht der "Frankfurter Rundschau". Die Behörde geht den Fällen demnach zunächst selbst nach, in 59 Fällen seien Staatsanwaltschaften oder die zuständigen Hauptzollämter informiert worden.

Oft würden Arbeitnehmer offiziell in Kurzarbeit gehen, und anschließend trotzdem weiter arbeiten, vermutet die Bundesagentur demnach. So muss der Arbeitgeber einen Teil des Lohns nicht selbst bezahlen, sondern erhält das Geld von der Bundesagentur. Laut dem Zeitungsbericht kamen die Hinweise auf Betrug oft anonym von betroffenen Mitarbeitern. Die Bundesagentur gehe davon aus, dass die Beschäftigten unter Druck gesetzt würden, den Schwindel mitzumachen.

Allerdings gab es dem Bericht zufolge etwa im März bei 36.000 Betrieben in Deutschland Kurzarbeit. Damit macht der Anteil der Firmen und Betrugsverdacht lediglich 0,3 Prozent aus. Zum vermuteten Schaden gibt es dem Bericht zufolge bisher keine Angaben. Die meisten Fälle habe es in Bayern, Baden-Württemberg und Nordrhein-Westfalen gegeben. In diesen Bundesländern seien im im September und Oktober Sonderprüfungen geplant, um in Betrieben mögliche Verdachtsfälle zu erhärten. Allein in Baden-Württemberg gebe es 31 Verdachtsfälle auf Missbrauch beim Kurzarbeitergeld, sagte ein Sprecher der dortigen BA-Regionaldirektion.

19. August 2009 - 15.50 Uhr

© AFP Agence France-Presse GmbH 2009


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