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Haus soll übertragen werden, aber wie?

9.1.2004 Thema abonnieren Zum Thema: Haus
 Von 
tommi2000
Status:
Frischling
(2 Beiträge, 0x hilfreich)
Haus soll übertragen werden, aber wie?

Hallo Forum,

folgender Fall:
Meine Eltern möchten mir und meiner Schwester bereits jetzt unseren Erbteil geben. Es ist eine Immobilie (Zweifamilienhaus in dem ich mit meinen Eltern wohne) und auch Bargeld vorhanden. Die Immobilie soll in meinen Besitz wechseln. Es sind anschließend umfangreiche Renovierungen geplant.

Ich bitte um einen Lösungsvorschlag, wie das Vermögen gerecht verteilt werden kann. Ich denke dabei an das Haus, in dem meine Eltern natürlich weiterhin wohnen werden. Über den Vorschlag einer Schenkung bin ich nicht so begeistert. Sie kann vom Sozialamt im Bedarfsfall (Pflegefall der Eltern tritt ein!) wieder rückgängig gemacht werden, was für mich sehr nachteilig wäre.

Wie wird eigentlich der Wert einer Immobilie ermittelt, ohne einen teuren Gutachter einzuschalten? Ich denke über einen Kauf des Hauses nach.

Wie gesagt – wir wissen nicht wie wir es am Besten anstellen sollen und sind für jeden Vorschlag dankbar.

Gruß
Tommi2000

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Haus


5 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
hh
Status:
Unbeschreiblich
(27760 Beiträge, 8297x hilfreich)

Wenn Du genug Geld für einen Kauf hast, dann ist doch erst recht die Schenkung kein Problem. Das Sozialamt will beim Eintritt des Pflegefalls doch nicht das Haus, sondern das Geld. Falls dieser Fall eintreten sollte, kannst Du in so einem Fall die Zahlung doch immer noch vornehmen. Wie in so einem Fall mit dem Erbteil Deiner Schwester verfahren wird, sollte im notwendigen notariellen Vertrag geregelt sein.

Bei einem Kauf fällt Grunderwerbsteuer an, die bei einer Schenkung im Rahmen des vorweggenommenen Erbes (Erbvertrag)eventuell unterbleibt.

Bezüglich des Wertes kann man sich auf einen Wert einigen, z.B. indem man den Wert vergleichbarer Immobilien im Anzeigenteil der Zeitung oder bei Maklern ermittelt. Entsprechend guter Wille von allen Seiten ist dazu erforderlich. Wenn dieser nicht vorhanden ist, muss wohl ein Gutachter beauftragt werden.

Ein im Grundbuch eingetragenes Wohnrecht Deiner Eltern mindert übrigens den Wert des Hauses.

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#2
 Von 
banneduser
Status:
Schüler
(156 Beiträge, 141x hilfreich)

Hallo Tommi2000,
Mit Deiner Anfrage zu einer Hausübertragung noch zu Lebzeiten Deiner Eltern und den Hintergedanken auf keinen Fall im Pflegefall auch für Deine Eltern dann auch finanziel aufkommen zu müssen, da dies dann die Allgemeinheit über die Sozialhilfe tun müßte ist meiner Auffassung nach
ungeheuerlich und damit ein beschämendes Zeichen wie Kinder mit Ihren Eltern umgehen können wenn es anscheinend nur ums Geld geht.
Deine Eltern sollten lieber sehr vorsichtig damit umgehen bereits schon zu Lebzeiten Ihr Haus an die Kinder übergeben zu wollen, denn es ist doch schließlich ihr schwer erarbeitetes Eigentum und sollte besser zu ihrer eigenen finanziellen Absicherung im Pflegefall verwendet werden.

Was nützt ein lebenslanges Wohnrecht wenn sie schließlich entweder freiwillig oder auch etwas nachgeholfen in ein Pfleheim müssen, da ist ihr Haus weg und womöglich auch ihr gesamtes finanzielle Vermögen von ihrem Haus-Grundstück.

Wie dann der Lebensabend mittellos in einem Alten- oder Pflegeheim ablaufen wird davon haben Sie und ihre Eltern wahrscheinlich noch keine Vorstellen, denn ein Hund lebt besser als ein alter Mensch wenn er mittellos in ein Heimkommt.

Mein gutgemeinter Ratsachlag wäre damit, dass Sie Ihren Eltern so lange wie möglich gemeinsam das
Haus belassen sollten damit im Bedarfsfall an wem auch immer schließlich das Haus immer noch verkauft werden könnte wenn für einen Pflegefall Geld gebraucht werden sollte.

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#3
 Von 
pOtH
Status:
Lehrling
(1215 Beiträge, 317x hilfreich)

wie mir info auf die weichteile geht!!! nehmen wir mal an die eltern lassen es so wie es ist, werden plötzlich zum pflegefall! was superschnell gehen kann. dann bekommen die eltern einen vormund ( Betreuer vom ag, od. ein verwandter der sich dazu bereiterklärt) das haus muss verkauft werden, weil das pflegeheim (nicht unbedingt altenpflegeheim) auch bezahlt werden muss.
wer hat davon dann noch was!?! der staat der einen sowieso jahrelang gemelkt hat, aber die kinder gehen leer aus.

laut bundessozialhilfegesetz ist man gegenseitig verpflichtet für einander aufzukommen, aber ich persönlich find es schwachsinnig, ich zahl jahrelang sozialabgaben u. soll dann noch bezahlen damit andere die verwandten mal sozi bekommen können. soziempfänger die nicht arbeiten können (krankheitsbedingt od. weil man zu alt ist) sollen es auch bekommen, wer aber nicht arbeiten will sollte nichts mehr bekommen, aber egal.

lass dir das haus überschreiben u. zahl deine geschwister aus, lass es aber beim notar anwalt festhalten das du deine geschwister ausbezahlst.

od. kauf es u. deine eltern sollen deiner schwester u. dir das erbe auszahlen, wenn sie wollen.

PS:. INFO LESS DIR MAL MEINE LETZTEN POSTING IN MEINEM THREAD DURCH U: POSTE DANN MAL DEINE MEINUNG!!!

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#4
 Von 
tommi2000
Status:
Frischling
(2 Beiträge, 0x hilfreich)

Danke an alle für die Antworten (auch an info). Prinzipiell bin ich auch der Meinung, die pOtH vertritt.

Sparsamkeit zahlt sich in unserem Land nur aus, wenn bis zum Rentenalter nichts schiefgeht.

An pOth: Ich werde mir die Threads mal ansehen und melde mich noch einmal

Gruß,
tommi2000

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#5
 Von 
pOtH
Status:
Lehrling
(1215 Beiträge, 317x hilfreich)

ich meinet info neugierde aber egal weil der immer so nen **st schreibt u. alles u. jeden runtermacht der ne frage zum thema Pflichtteil hat ohne ein hintergrund wissen zu haben.

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