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Hartz IVer - Wohnungskündigung

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Hartz IVer - Wohnungskündigung

Warum wollen die Hartz IV-er, dass nicht sie, sondern die Vermieter die Mietvertragsverhältnisse kündigen.
Dürfen sie nicht von sich aus kündigen ? Warum, was steckt dahinter ?




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"28c7h49T"


von icecycle am 26.11.2009 12:14
Status: Tao (5435 Beiträge)
Userwertung:  2,1  von 5 (von 83 User(n) bewertet)

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>Hartz IVer - Wohnungskündigung
Die meisten mir bekannten Alg-2-Empfänger wollen mit Sicherheit nicht, daß man ihnen die Wohnung kündigt. Und die, denen gekündigt wurde, wollten das nicht...Im übrigen kann der Vermieter bekanntlich nicht nach Lust und Laune kündigen, sondern halt nur bei groben Vertragsverletzungen oder wg. Eigenbedarf.

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" "


von muemmel am 26.11.2009 17:07
Status: Tao (14111 Beiträge)
Userwertung:  4,4  von 5 (von 261 User(n) bewertet)

>Hartz IVer - Wohnungskündigung
Der Hintergrund ist, daß die ARGE eine Zustimmung zum Wohnungswechsel erteilen muß. Geschieht dies nicht, gibts für die neue Wohnung keine Kaution und der Umzug wird auch nicht bezahlt. Außerdem darf die neue Wohnung nicht teurer sein als die alte, weil kein Cent mehr Miete bezahlt wird als vorher. Wenn es aber zu einer Kündigung eines Vermieters kommt, liegt dies nicht im Einflußbereich des Leistungsempfängers und entsprechend ist dann auch keine Zustimmung zum Wohnungswechsel notwendig.

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"Gruß
Jens Wilke
Bewährungshelfer"


von Bewährungshelfer am 26.11.2009 17:39
Status: Unsterblich (1974 Beiträge)
Userwertung:  3,9  von 5 (von 101 User(n) bewertet)

>Hartz IVer - Wohnungskündigung
Hi,

alles richtig - aber der Vermieter braucht erstmal einen Kündigungsgrund. Und mit einer Kündigung wg. Mietschulden macht sich der Alg-2-Empfänger bei der ARGE auch nicht beliebt...

Gruß vom mümmel

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" "


von muemmel am 26.11.2009 17:44
Status: Tao (14111 Beiträge)
Userwertung:  4,4  von 5 (von 261 User(n) bewertet)

>Hartz IVer - Wohnungskündigung
@Icecycle

quote:
Hartz IV-er

Was ist das?

Wird eine Whg durch den Vermieter gekündigt und in der Kündigung steht kein nachvollziehbarer zulässiger Grund, kann die Leistungsbehörde durchaus auf die Idee kommen, diese Kündigung durch den Leistungsempfänger anzweifeln zu lassen.


Sunbee

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"Meine Beiträge stellen lediglich eine persönliche Meinung dar und sind keine Rechtsberatung.
"


von Sunbee 1 am 26.11.2009 18:08
Status: Tao (11655 Beiträge)
Userwertung:  2,7  von 5 (von 347 User(n) bewertet)

>Hartz IVer - Wohnungskündigung
Es könnte höchsten sein das der HartzIV-ler dem Amt nachweisen will das er umziehen muss weil der Vermieter gekündigt hat.
Hierzu muss dei Kündigung durch dem Vermieter natürlich wasserdicht sein.
Aus welchen Gründen auch immer ...




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"Die Beiträge stellen ausschließlich meine persönliche Meinung dar !"

-- Editiert am 26.11.2009 18:21


von Harry van Sell am 26.11.2009 18:19
Status: Tao (27445 Beiträge)
Userwertung:  2,9  von 5 (von 563 User(n) bewertet)

>Hartz IVer - Wohnungskündigung
@Icecycle:

Worauf zielst Du mit Deiner Frage eigentlich ab.

@Bewährungshelfer:

Den Hintergrund hast Du sicher richtig erkannt. Allerdings gibst Du lediglich recht unflektiert die Rechtsauffassung der allermeisten ARGEn wieder, die bei weitem nicht von allen Sozial- und Landessozialgerichten geteilt wird.

quote:
Der Hintergrund ist, daß die ARGE eine Zustimmung zum Wohnungswechsel erteilen muß.

Eine Zustimmung zum Wohnungswechsel ist niemals erforderlich. Allenfalls eine Zusicherung zur Übernahme der künftigen Unterkunftskosten.

quote:
Geschieht dies nicht, gibts für die neue Wohnung keine Kaution und der Umzug wird auch nicht bezahlt.

Die Zusicherung der künftigen KdU ist keine zwingende Voraussetzung für die Übernahme der Umzugskosten und Mietkaution. Ob diese übernommen werden oder nicht, hängt davon ab, ob der Umzug erforderlich ist. Diese Erforderlichkeit unterliegt der vollen Überprüfbarkeit durch die Sozialgerichte. Darüber hinaus kann die Zusicherung zur KdU Übernahme auch bei einem erforderlichen Umzug verweigert werden, beispielsweise wenn die neue Wohnung unangemessen groß ist. Umzugskosten und Mietkaution sind dann regelmäßig dennoch zu übernehmen, weil diese auch beim Umzug in eine angemessene Wohnung anfallen.

@sunbee:

quote:
Wird eine Whg durch den Vermieter gekündigt und in der Kündigung steht kein nachvollziehbarer zulässiger Grund, kann die Leistungsbehörde durchaus auf die Idee kommen, diese Kündigung durch den Leistungsempfänger anzweifeln zu lassen.

Auf die Idee wird die ARGE sogar mit ziemlicher Sicherheit kommen. Ob ein solcher Verweis auf eine zivilrechtliche Auseinandersetzung mit dem Vermieter allerdings zulässig ist, steht dabei auf einem ganz anderen Blatt. Nachvollziehbar wäre eine solche Forderung im vorliegenden Fall allemal.

Gruß,

Axel

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"Ausführliche Infos zu ALG 2 auf meiner Website: http://www.axelkrueger.info"


von AxelK am 26.11.2009 18:30
Status: Tao (10392 Beiträge)
Userwertung:  4,1  von 5 (von 281 User(n) bewertet)

>Hartz IVer - Wohnungskündigung
@Axel

quote:
Ob ein solcher Verweis auf eine zivilrechtliche Auseinandersetzung mit dem Vermieter allerdings zulässig ist, steht dabei auf einem ganz anderen Blatt.

So isses.

Du kennst meine Auffassung zu Versuchen der Verfassungswidrigen Leistungsstellen ALG2 sich in Vertragsverhältnisse zwischen einem ALG2 Bezieher und Vermietern (oder anderen) einzumischen

Sunbee

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"Meine Beiträge stellen lediglich eine persönliche Meinung dar und sind keine Rechtsberatung.
"


von Sunbee 1 am 26.11.2009 20:31
Status: Tao (11655 Beiträge)
Userwertung:  2,7  von 5 (von 347 User(n) bewertet)


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