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Hamas richtet im Gazastreifen drei verurteilte Mörder hin

AFP VOM 17.7.2012 | Nachrichten - Allgemein | 586 Aufrufe
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Hamas, Gazastreifen, Todesstrafe, Palästinenser

Angehörige der Opfer lehnten "Blutgeld" ab

Die im Gazastreifen herrschende radikalislamische Hamas hat drei Palästinenser hingerichtet, die wegen Mordes zum Tode verurteilt wurden. Wie das Innenministerium in Gaza mitteilte, wurden die drei Männer am Dienstag gehängt. Die Hamas-Regierung hatte den Familien der Opfer demnach zuvor angeboten, ein sogenanntes Blutgeld von den Tätern zu verlangen und damit auf die Hinrichtung zu verzichten. Die Angehörigen hätten jedoch verlangt, dass die Todesurteile vollstreckt werden.

Das palästinensische Gesetz sieht die Todesstrafe für Mörder, Drogenhändler und Kollaborateure mit Israel vor. Sie kann eigentlich aber nur mit Zustimmung von Palästinenserpräsident Mahmud Abbas vollstreckt werden. Die Hamas, die im Juni 2007 gewaltsam die Macht im Gazastreifen übernommen hatte, erkennt die Legitimität des Palästinenserpräsidenten jedoch nicht an. Das erste Todesurteil wurde im April 2010 im Gazastreifen vollstreckt.

Ende Mai hatte sich die Menschenrechtsorganisation Amnesty International für vier Männer eingesetzt, die im Gazastreifen zum Tode verurteilt worden waren. Einer von ihnen könnte nun hingerichtet worden seien. Wie Amnesty unter Berufung auf seine Familie berichtete, wurde er gefoltert, um ein Geständnis zu erzwingen.

+++ Berichtigung: Im ersten Satz ist das Wort "herrschende" nun korrekt platziert. +++

© AFP Agence France-Presse GmbH 2012



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