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Haftverschonung für US-Baptisten in Haiti abgelehnt

AFP VOM 6.2.2010 | Nachrichten - Nachrichten | 837 Aufrufe
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Bill Clinton: Kein Mandat zur Verhandlung einer Freilassung

Die zehn wegen Kindesentführung in Haiti angeklagten US-Bürger müssen vorerst im Gefängnis bleiben. Ein Richter lehnte einen Antrag auf Haftverschonung der fünf Männer und fünf Frauen am Freitag (Ortszeit) ab, wie deren Anwalt Edwin Coq der Nachrichtenagentur AFP sagte. Die beschuldigten Baptisten sollten nun in zwei verschiedenen Gefängnissen für Männer und für Frauen untergebracht werden. Den Mitgliedern der Gruppe wird vorgeworfen, dass sie 33 haitianische Kinder im Alter zwischen zwei Monaten und 14 Jahren ohne Genehmigung außer Landes bringen wollten. Sie wurden vor etwa einer Woche an der Grenze zur Dominikanischen Republik festgenommen.

Der zur besseren Koordinierung der internationalen Hilfen in Haiti eingetroffene frühere US-Präsident Bill Clinton sagte, die Regierungen der USA und Haitis seien mit dem Fall der angeklagten US-Bürger befasst. Er selbst habe kein Mandat, über eine Freilassung zu verhandeln, sagte der UN-Sondergesandte in Port-au-Prince.

Rund 200 aufgebrachte Haitianer empfingen Clinton bei seiner Ankunft in der Hauptstadt vor dem provisorischen Regierungssitz im Polizeihauptquartier. Sie hatten sich versammelt um gegen die schleppende Verteilung der Hilfslieferungen zu protestieren und forderten vor allem mehr Zelte. "Unsere Kinder verbrennen in der Sonne", klagte die 30-jährige Mentor Natacha. "Wir haben ein Recht auf Zelte, wir haben ein Recht auf eine Unterkunft."

UN-Generalsekretär Ban Ki Moon hatte Clinton am Mittwoch mit einer leitenden Rolle bei der Koordinierung der Hilfe für Haiti beauftragt. Es ist bereits sein zweiter Besuch in dem armen Karibikstaat seit dem verheerenden Erdbeben vom 12. Januar, bei dem nach jüngsten Angaben der haitianischen Regierung rund 212.000 Menschen ums Leben kamen. Mehr als 300.000 weitere wurden verletzt und rund zwei Millionen Haitianer sind obdachlos.

6. Februar 2010 - 01.53 Uhr

© AFP Agence France-Presse GmbH 2010


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