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Haftstrafen nach Vorortkrawallen in Ostfrankreich

AFP VOM 2.7.2009 | Nachrichten - Nachrichten | 698 Aufrufe
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Bei Paris beginnt Prozess zu Ausschreitungen von 2007

Ein Jahr nach schweren Krawallen in Ostfrankreich sind 16 Teilnehmer zu Haft- und Bewährungsstrafen verurteilt worden. Die schwerste Strafe erhielt ein 29-Jähriger, der viereinhalb Jahre ins Gefängnis muss, wie ein Gericht in Châlons-en-Champagne mitteilte. In der Nacht vom 14. auf den 15. Juni 2008 hatten sich in einem Vorort der Stadt Vitry-le-François 50 Jugendliche und junge Männer eine Straßenschlacht mit der Polizei geliefert. Dabei wurden neun Beamte, Feuerwehrleute und Passanten verletzt sowie mehrere öffentliche Gebäude und 60 Autos in Brand gesteckt. Auslöser der Krawalle war der Tod eines jungen Mannes, der wegen einer Drogengeschichte von einem Rivalen ermordet wurde.

In Pontoise bei Paris begann unterdessen unter hohen Sicherheitsvorkehrungen ein Prozess zu den schweren Ausschreitungen in der Vorstadt Villiers-le-Bel im November 2007. Vor Gericht müssen sich zehn junge Männer verantworten. Ihnen wird vorsätzliche Körperverletzung von Polizisten vorgeworfen. Anlass für die Ausschreitungen war der Zusammenstoß eines Mini-Motorrads mit einem Polizeiauto, bei dem zwei Jungen getötet wurden. Bei den Krawallen wurden insgesamt hundert Polizisten durch Steine, Flaschen, Molotow-Cocktails und auch Schusswaffen verletzt. Vor Gericht stehen jetzt zunächst die Steine- und Flaschen-Werfer. Die anderen Verfahren werden extra verhandelt.

2. Juli 2009 - 13.55 Uhr

© AFP Agence France-Presse GmbH 2009


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