Haftstrafe für österreichischen Holocaust-Leugner reduziert
AFP VOM 1.3.2010 | Nachrichten - Nachrichten | 747 Aufrufe Mehr zum Thema:Holocaust-Leugner
Gerd Honsik muss nur noch vier Jahre ins Gefängnis
Der österreichische Holocaust-Leugner Gerd Honsik hat in einem Berufungsverfahren die Verringerung seiner Haftstrafe von fünf auf vier Jahre erstritten. Das Oberlandesgericht Wien entschied, dass das im vergangenen April in erster Instanz verhängte Strafmaß zu hoch gewesen sei. Honsik war für schuldig befunden worden, den Holocaust und die Existenz der Gaskammern in verschiedenen zwischen 1987 bis 2003 erschienenen Publikationen erneut geleugnet zu haben.
Honsik war wegen fortgesetzter Leugnung des Holocausts bereits im Jahr 1992 in Österreich zu einer eineinhalbjährigen Haftstrafe verurteilt worden. Allerdings setzte er sich damals nach Spanien ab, wo er 15 Jahre lang unbehelligt lebte. Erst im Sommer 2007 wurde er auf Grundlage eines europäischen Haftbefehls festgenommen und nach Österreich ausgeliefert.
Ein Wiener Berufungsgericht hatte das Urteil Ende 2007 bestätigt, Honsik musste die Strafe antreten. Den neuen Prozess strengte die Justiz an, weil Honsik auch in Spanien seine Ansichten weiter verbreitete.
1. März 2010 - 12.31 Uhr
© AFP Agence France-Presse GmbH 2010


