Haft für sieben Ägypter wegen zu günstiger Gaslieferungen an Israel
AFP VOM 28.6.2012 | Nachrichten - Allgemein | 673 Aufrufe Mehr zum Thema:Ägypten, Israel, Gaslieferung
Früherer Ölminister Fahmi zu 15 Jahren Gefängnis verurteilt
Wegen des Verkaufs von Gas nach Israel zu Preisen unterhalb des Weltmarktniveaus hat ein Gericht in Kairo den früheren ägyptischen Ölminister Sameh Fahmi zu 15 Jahren Haft verurteilt. Auch gegen den flüchtigen Geschäftsmann Hussein Salem sei in dem Fall eine 15-jährige Haftstrafe verhängt worden, hieß es am Donnerstag aus Justizkreisen in der ägyptischen Hauptstadt. Zudem hätten fünf Verantwortliche der staatlichen Öl- und Gasgesellschaft Gefängnisstrafen zwischen drei und zehn Jahren erhalten.
Den Verurteilten wird zur Last gelegt, Erdgas zu günstig nach Israel verkauft und so dem ägyptischen Staat finanziell geschadet zu haben. Ägypten hatte seine Gaslieferungen nach Israel, die nach Schätzungen etwa 40 Prozent des dortigen Bedarfs ausmachten, im April eingestellt, um neue Verträge auszuhandeln. Die bis dahin geltenden Vereinbarungen stammten noch aus der Zeit des im Februar 2011 gestürzten früheren ägyptischen Präsidenten Husni Mubarak, der eine Politik der friedlichen Nachbarschaft mit Israel verfolgte.
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