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Haft für britischen Soldaten wegen Afghanistan-Weigerung

AFP VOM 5.3.2010 | Nachrichten - International | 977 Aufrufe
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Joe Glenton wollte nicht erneut am Hindukusch dienen

Weil er nicht ein zweites Mal in Afghanistan dienen wollte, ist ein britischer Soldat zu neun Monaten Haft verurteilt worden. Außerdem wurde der Gefreite Joe Glenton vom zuständigen Militärgericht in Colchester im Südosten des Landes zum einfachen Soldaten degradiert. Der 27-Jährige war der erste Brite, der sich weigerte, nach Afghanistan zu gehen. Ihm drohten ursprünglich bis zu zwei Jahre Haft. Sein Anwalt hatte in der Verhandlung geltend gemacht, dass Glenton seit einem ersten Afghanistan-Einsatz unter posttraumatischen Stresssymptomen leide.

Glenton war 2006 neun Monate in Afghanistan im Einsatz. Im Jahr darauf verweigerte er einen erneuten Einsatz am Hindukusch und wurde Mitglied der Friedensinitiative "Stop The War" (Stoppt den Krieg). Er desertierte und setzte sich nach Asien und später dann nach Australien ab. Im Juni 2009 stellte er sich den britischen Militärbehörden. Seine Verurteilung zu neun Monaten Gefängnis wurde von "Stop The War" scharf kritisiert. "Nicht Joe Glenton sollte ins Gefängnis gehen, sondern die Politiker, die uns in die katastrophalen Kriege im Irak und in Afghanistan geführt haben", sagte ein Sprecher der Initiative.

5. März 2010 - 19.25 Uhr

© AFP Agence France-Presse GmbH 2010


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