Hackerattacke: Chinesische Suchmaschine verklagt US-Anbieter
AFP VOM 20.1.2010 | Nachrichten - International | 1029 Aufrufe Mehr zum Thema:China, Suchmaschine, Hackerangriff
Baidu sei "ernsthafter Schaden" entstanden
Nach einem Hackerangriff hat die größte chinesische Suchmaschine Baidu ihren US-Internetdienstanbieter auf Schadenersatz verklagt. Die Klage gegen den Provider Register.com sei vor einem Gericht in New York eingereicht worden, teilte das Unternehmen mit. Der "illegale und boshafte" Hackerangriff am Dienstag vor einer Woche sei nur möglich gewesen, weil die US-Firma "grob fahrlässig" gehandelt habe. Die Seite der Suchmaschine war stundenlang nicht zu erreichen. Baidu sei dadurch ein "ernsthafter Schaden" entstanden, argumentierte die chinesische Firma.
Die Suchmaschine war von Hackern angegriffen worden, die sich selbst "Iranische Cyber-Armee" nannten. Diese Gruppierung hatte im vergangenen Monat auch den Internetdienst für Kurzbotschaften, Twitter, vorübergehend lahmgelegt. Baidu ist in China der Marktführer unter den Anbietern für Suchmaschinen. Der größte Konkurrent ist Google. Der US-Internetkonzern hatte vor einer Woche aus China stammende Hackerattacken auf seine Systeme und mehr als 20 andere Ziele öffentlich gemacht. Google drohte deshalb damit, sich vom chinesischen Markt zurückzuziehen.
20. Januar 2010 - 10.13 Uhr
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