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HRE-Fehlbuchung hat für Prüfer ein rechtliches Nachspiel

AFP VOM 6.11.2011 | Nachrichten - Allgemein | 752 Aufrufe
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HRE-Fehlbuchung, Wirtschaftsprüfer

Verfahren gegen Abschlussprüfer eingeleitet

Die milliardenschwere Fehlbuchung bei der "Bad Bank" der verstaatlichen Pleitebank HRE hat für die beteiligten Wirtschaftsprüfer des Unternehmens PwC ein berufsrechtliches Nachspiel. Wie der "Spiegel" berichtet, leitete die Wirtschaftsprüferkammer ein Verfahren gegen die Abschlussprüfer der FMS Wertemanagement ein, weil den Prüfern die Fehlbuchung von 55,5 Milliarden Euro im Jahresabschluss des HRE-Ablegers FMS nicht aufgefallen war.

"Die Geschehnisse in München sind ein Super-GAU für die Wirtschaftsprüfer", sagte der Präsident der Wirtschaftsprüferkammer, Michael Gschrei, dem "Spiegel". Deshalb werde die berufsständische Organisation jetzt die Hintergründe aufklären und im Fall eines Fehlverhaltens Maßnahmen gegen die betroffenen PwC-Prüfer einleiten.

Aufgrund des Fehlers waren die Schulden der FMS zunächst in deren Bilanz um 55,5 Milliarden Euro zu hoch angegeben worden. Diese falsche Zahl der im Zuge der Finanzkrise verstaatlichten Bank war auch an die EU-Statistikbehörde Eurostat gemeldet worden, die die Höhe der deutschen Staatsverschuldung feststellt. An den Vermögensverhältnissen der Bank ändert die Korrektur des Fehlers allerdings nichts, da lediglich versäumt wurde, vorhandene Aktiva gegenzurechnen.

06.11.2011 - 13:00 Uhr

© AFP Agence France-Presse GmbH 2011

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