Gutachten entlastet Tatverdächtige im KaDeWe-Millionenraub
AFP VOM 28.7.2009 | Nachrichten - Nachrichten | 1372 Aufrufe Mehr zum Thema:KaDeWe
Filmaufnahmen zeigen nicht die Zwillinge
Ein halbes Jahr nach dem spektakulären Millioneneinbruch im Berliner Luxuskaufhaus KaDeWe sind die verdächtigten Zwillinge durch ein neues Gutachten entlastet worden. Die Untersuchung der Videoaufnahmen der Tat habe ergeben, dass es bei den Körpermerkmalen keine Übereinstimmung zwischen den gefilmten Tätern und den Brüdern gebe, sagte Simone Herbeth, Sprecherin der Berliner Staatsanwaltschaft. "Das spricht gegen eine Täterschaft der beiden." Die Ermittlungen gegen die nach dem Fund einer DNA-Spur unter Tatverdacht geratenen Männer aus Niedersachsen würden wahrscheinlich bald eingestellt.
Drei unbekannte, maskierte Täter hatten Ende Januar nach Ladenschluss in einem Schmuckgeschäft im Erdgeschoss des KaDeWe Schmuck im Millionenwert erbeutet. Zusätzlich zu DNA-Tests ließen die Ermittler ein sogenanntes gerichts-anthropologisches Gutachten der Videoaufnahmen von der Tat anfertigen. Diese Analyse der Bewegungsabläufe der Täter, ihrer Schädelform und Gliedmaßen habe bei einem Vergleich mit den Merkmalen der Zwillinge nun ergeben, dass definitiv keine Übereinstimmung vorliege, sagte Herbeth.
Die zur Tatzeit 27 Jahre alten Zwillinge waren zweieinhalb Wochen nach der Tat verhaftet worden. Ihre DNA-Spur war an einem am Tatort gefundenen Handschuh gefunden worden. Weil die DNA der beiden Männer aber nahezu identisch und die Spur nicht eindeutig zuzuordnen ist, mussten die Brüder wieder freigelassen werden. Sie könnten sich nun leicht darauf berufen, dass ihnen der Handschuh irgendwie abhandengekommen und dann auf ungeklärte Weise an den Tatort gekommen sei, sagte Herbeth.
28. Juli 2009 - 12.39 Uhr
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