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Guantanamo-Gefangener aus Jemen begeht offenbar Selbstmord

AFP VOM 3.6.2009 | Nachrichten - International | 1023 Aufrufe
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Guantanamo

Ein Guantanamo-Häftling aus dem Jemen hat nach US-Angaben offenbar Selbstmord begangen. Der mehr als sieben Jahre in dem US-Gefangenenlager auf Kuba eingesperrte 31-jährige Mann sei während eines Routinerundgangs leblos aufgefunden worden, erklärte das US-Südkommando am Dienstag. Sofort eingeleitete Wiederbelebungsversuche seien erfolglos geblieben. Der Name des verstorbenen Häftlings wurde mit Muhammad Ahmad Abdallah Salih, alias Al-Hanashi, angegeben. Der Vorfall ereignete sich demnach bereits am späten Montagabend (Ortszeit). Es wäre der fünfte Selbstmord seit der Einrichtung des Lagers im Südosten der Karibikinsel im Jahr 2002.

Salih wurde nie vor einem der Militärtribunale in Guantanamo angeklagt. Er war im afghanischen Masar-i-Scharif festgenommen worden. Nach US-Angaben soll er Verbindungen zu den radikalislamischen Taliban gehabt habe. In Guantanamo werden noch rund 240 Gefangene festgehalten. Menschenrechtsgruppen kritisieren das Lager als "rechtliches schwarzes Loch". Ein Sprecher der jemenitischen Botschaft in Washington äußerte sich bedauernd über den Tod des Landsmannes.

3. Juni 2009 - 06.52 Uhr

© AFP Agence France-Presse GmbH 2009


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