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Großayatollah kritisiert Verfahren gegen Demonstranten im Iran

AFP VOM 4.8.2009 | Nachrichten - International | 725 Aufrufe
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Montaseri spricht von "Schauprozess"

Im Iran hat der einflussreiche Großayatollah Hossein Ali Montaseri den Prozess gegen regierungskritische Demonstranten scharf kritisiert und als "Schauprozess" bezeichnet. Das Verfahren erinnere die Menschen an die Gerichte von Machthabern wie Josef Stalin in Russland oder Saddam Hussein im Irak, erklärte der reformorientierte schiitische Geistliche am Dienstag auf seiner Internetseite. Die rund 100 Angeklagten seien zu "unreligiösen, illegalen und unmoralischen" Geständnissen gezwungen worden.

Durch falsche Geständnisse könne jedoch keines der zahlreichen Probleme der Landes gelöst werden, erklärt Montaseri. Sie würden vielmehr für neues Misstrauen, Ärger und Empörung sorgen und die gegenwärtige Krise noch verschlimmern. Am Samstag hatte in Teheran der Prozess gegen rund hundert Demonstranten begonnen, die nach Protesten gegen die umstrittene Wiederwahl von Präsident Mahmud Ahmadinedschad festgenommen worden waren.

Montaseri gilt als Gegenspieler des ultrakonservativen geistlichen Führers des Landes, Ayatollah Ali Chamenei. Er hatte die iranische Führung bereits Ende Juni davor gewarnt, weiter friedliche Proteste zu unterdrücken.

4. August 2009 - 22.48 Uhr

© AFP Agence France-Presse GmbH 2009


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