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Griechenland drängt auf Auslieferung von Siemens-Manager - 1/1
AFP vom 26.6.2009   889 Aufrufe    Leserwertung: 0,0 (0 User)
Rubrik: Nachrichten - Allgemein

Griechenland drängt auf Auslieferung von Siemens-Manager

Christophorakos will in Deutschland bleiben

Griechenland drängt auf die Auslieferung des in der Nähe von Rosenheim festgenommenen Ex-Siemens-Managers Michalis Christophorakos. Zwei mit der Korruptionsaffäre des deutschen Unternehmens in Griechenland betraute Richter sollen deswegen demnächst nach München reisen, verlautete aus Justizkreisen in Athen. Die beiden Richter sollen mit Vertretern der deutschen Justiz über eine Auslieferung sprechen. Die Reise sei gemeinsam vom Präsidenten des Obersten Gerichtshofs und dem Justizminister entschieden worden.




Griechenland hatte im Mai einen europaweiten Haftbefehl gegen den ehemaligen Griechenland-Chef von Siemens erlassen. Christophorakos, der die deutsche und die griechische Staatsangehörigkeit hat, ist aber mit einer Auslieferung nicht einverstanden, sagte ein Sprecher der Generalstaatsanwaltschaft München. Das Auslieferungsverfahren werde deswegen wohl länger als einen Monat dauern.

Siemens hatte sich im Zuge der Schmiergeld-Affäre von den verantwortlichen Mitarbeitern getrennt. Den Ex-Siemens-Mitarbeitern wird vorgeworfen, Lokalpolitiker und Mitarbeiter der griechischen Telekommunikationsgesellschaft OTE bestochen zu haben, um sich die Vergabe eines Auftrags vor den Olympischen Spielen im Jahr 2004 zu sichern.

26. Juni 2009 - 16.25 Uhr

© AFP Agence France-Presse GmbH 2009


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