Gewerkschaft fordert Rücktritt von Renault-Chef
AFP VOM 14.3.2011 | Nachrichten - Allgemein | 1089 Aufrufe Mehr zum Thema:Renault, Rücktritt, Spionage
Sicherheitsbeauftragter des Autobauers in Haft
Nachdem die Spionageaffäre beim französischen Autobauer Renault weitgehend vom Tisch ist, wächst der Druck auf die Unternehmensspitze. Die Gewerkschaft FO legte Konzernchef Carlos Ghosn den Rücktritt nahe. "Die Verantwortung liegt vor allem beim Chef, Carlos Ghosn", erklärte der FO-Generalsekretär bei Renault, Patrick Monange, im Radio. Er müsse die Verantwortung übernehmen. "Vielleicht, indem er zurücktritt". Die anderen bei Renault vertretenen Gewerkschaften wollten zunächst nicht so weit gehen.
Am Sonntagabend bekam die Affäre einen weiteren peinlichen Dreh für das Unternehmen: Gegen einen seiner führenden Sicherheitsbeauftragten wurden Ermittlungen eingeleitet. Der inzwischen inhaftierte Mann soll den Spionageverdacht aufgebracht und Kontakt zu dem Informanten gehabt haben, der die Falschinformationen lieferte. Dafür soll Renault 250.000 Euro bezahlt haben. Der Verwaltungsrat des Unternehmens sollte am Nachmittag zu einer außerordentlichen Sitzung zusammenkommen. Dabei könnte es auch um Konsequenzen aus der vermeintlichen Spionageaffäre gehen.
Der Autobauer hatte im Januar drei Führungskräfte vor die Tür gesetzt, die firmeninterne Informationen zum Elektroauto verkauft haben sollen. Die Vorwürfe gegen die Manager erwiesen sich jedoch als haltlos.
14.03.2011 - 15:01 Uhr
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