
Im Terrorismusprozess gegen die Sauerland-Zelle werden die angekündigten Geständnisse der vier Angeklagten nun erst am 10. August nach der Sommerpause erwartet. Das Oberlandesgericht Düsseldorf begründete die nunmehr dritte Verschiebung der gerichtlichen Vernehmungen mit den weiter andauernden Befragungen der Angeklagten beim Bundeskriminalamt (BKA). Die Aussagen der mutmaßlichen Islamisten vor Gericht waren zuletzt für den kommenden Dienstag vorgesehen gewesen. Ursprünglich hatte das Gericht bereits vergangene Woche mit der Befragung der Terrorverdächtigen beginnen wollen.
Die Angeklagten hatten am 9. Juni überraschend im Hochsicherheitstrakt des Düsseldorfer Gerichts angekündigt, Geständnisse ablegen zu wollen. Sie sollen als Mitglieder der Terrorgruppe "Islamische Dschihad-Union" (IJU) mindestens drei verheerende Autobombenanschläge auf US-Bürger und amerikanische Einrichtungen in Deutschland vorbereitet haben. Drei der mutmaßlichen Terroristen waren nach monatelanger Observierung Anfang September 2007 im Sauerland festgenommen worden. Der vierte Beschuldigte wurde im November 2007 in der Türkei gefasst.
1. Juli 2009 - 12.25 Uhr
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