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Gesetzliche Urlaubsregelung bei Eltern

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Gesetzliche Urlaubsregelung bei Eltern

Hallo,

gibt es ein Gesetz, nachdem sich der AG richten muss, wenn es um die Urlaubsbewilligung geht?

Konkreter Fall:

Frau hat Tochter, möchte in den Herbstferien wegen der Tochter Urlaub nehmen. Urlaub wird nicht bewilligt, da angeblich keine Vertretung vorhanden ist.

Meine Fragen:

1.) Darf nach solchen Gesichtspunkten der Urlaub vergeben werden?
2.) Müssen nicht Personen mit Kindern, besonders während der Ferienzeit betr. Urlaub bevorzugt behandelt werden?
3.) Wenn, wo ist dies gesetzlich geregelt?

Bitte um eure Antworten.

Vielen Dank im Voraus.

Gruß


von jerry006 am 18.10.2005 15:16
Status: Senior (109 Beiträge)
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>Gesetzliche Urlaubsregelung bei Eltern
Was heißt müssen!

Es ist in vielen Unternehmen so, dass AN mit Kindern vorrangig berücksichtigt werden, das kann aber nicht heissen, das Mitarbeiter ohne Kinder ständige Rücksicht nehmen müssen. I.d.R. wird dies im turnusmäßigen Verfahren bewerkstelligt, ein Jahr MA mit Kind, das andere Jahr andere MA. Wenn tatsächlich keine Vertretung vorhanden ist, besteht kein Rechtsanspruch auf Urlaub während der Ferien.

Man bedenke:
Wenn alle Mitarbeiter Kinder hätten, müßte der Betrieb dann während der Ferien schließen, nur weil all diese MA Urlaubsanspruch geltend machen??



von murgab123 am 18.10.2005 15:31
Status: Unsterblich (3023 Beiträge)
Userwertung:  3,0  von 5 (von 3 User(n) bewertet)

>Gesetzliche Urlaubsregelung bei Eltern
Bundesurlaubsgesetz:
§ 7
Zeitpunkt, Übertragbarkeit und Abgeltung des Urlaubs
(1) Bei der zeitlichen Festlegung des Urlaubs sind die Urlaubswünsche des Arbeitnehmers zu berücksichtigen, es sei denn, daß ihrer Berücksichtigung dringende betriebliche Belange oder Urlaubswünsche anderer Arbeitnehmer, die unter sozialen Gesichtspunkten den Vorrang verdienen, entgegenstehen.

Unter sozialen Gesichtspunkten bedeutet eben, dass Arbeitnehmern mit Kindern hin vorrangig Urlaub zu der von ihnen gewünschten Zeit, zumeist ja Schulferien, bewilligt werden muß.

-- Editiert von hamburgerin01 am 18.10.2005 15:35:26

-- Editiert von hamburgerin01 am 18.10.2005 15:38:28


von altona01 am 18.10.2005 15:33
Status: Tao (12297 Beiträge)
Userwertung:  3,9  von 5 (von 244 User(n) bewertet)

>Gesetzliche Urlaubsregelung bei Eltern
Dieses Posting hilf nicht weiter, denn wie ich bereits ausgeführt habe,

zum einen bedeuten dringende betriebliche Belage, das wie in diesem Fall z.B. KEINE Vertretung vorhanden ist und

soziale Gesichtspunkte: heißt NICHT ausschließlich, das Kinder da sind, sondern auch pflegebedürftigte Person, Krankheit Partners etc. pp.

Wo wir wieder am Anfang wären


von murgab123 am 18.10.2005 15:41
Status: Unsterblich (3023 Beiträge)
Userwertung:  3,0  von 5 (von 3 User(n) bewertet)

>Gesetzliche Urlaubsregelung bei Eltern
@murgab
Nach einem Bauchgefühl, wie Sie in Ihrem 1. Posting ohne jede rechtliche Grundlage darstellen, ist hier m.E. nicht gefragt worden.

arbeitsrecht.de:
Den Urlaubswünschen des Arbeitnehmers kann nun der Arbeitgeber entgegentreten, er ist dabei jedoch beschränkt, dringende betriebliche Gründe oder vorrangig zu beachtende Urlaubswünsche anderer Arbeitnehmer geltend zu machen. Von dringenden betrieblichen Belangen ist nicht bereits dann auszugehen, wenn die Berücksichtigung des vom Arbeitnehmer geäußerten Wunsches zu Störungen im Betriebsablauf führt. Diese treten regelmäßig bei Fehlen eines Mitarbeiters auf, sie sind hinzunehmen und durch entsprechenden Vorhalt von Personal auszugleichen.

Wann dringende betriebliche Belange anzunehmen sind, bestimmt sich auch im Urlaubsrecht - wie so oft im Recht - nach den jeweiligen Umständen des Einzelfalles, so daß eine abschließende Aufzählung dessen, was als betrieblicher Belang anzusehen ist, nicht möglich ist. Beispielhaft sei erwähnt: eine unerwartete, besondere Menge von Arbeit durch einen zusätzlichen Auftrag; besonders arbeitsintensive Zeiten wegen der Eigenart der Branche (Schlußverkauf, Weihnachten im Einzelhandel etc.), die Notwendigkeit eines Betriebsurlaubes z. B. wegen der Abhängigkeit der Mitarbeiter von der Anwesenheit des Arbeitgebers (Arzthelfer/Arzt).

Die Urlaubswünsche anderer Arbeitnehmer rechtfertigen eine Leistungsverweigerung nur, wenn aus betrieblichen Gründen nicht jeder Urlaubswunsch erfüllt werden kann. Die Entscheidung, welchem Urlaubswunsch der Arbeitgeber letztlich entsprechen will/muss, hat er unter Abwägung zu treffen, wessen Wunsch unter sozialen Gesichtspunkten den Vorzug verdient. Dazu gehören z. B. die Urlaubsmöglichkeiten des Partners und der Kinder (Schulferien), bisherige Urlaubsgewährungen in besonders beliebten Zeiten, Alter und Betriebszugehörigkeit, erstmaliger oder wiederholter Urlaub in diesem Kalenderjahr.

-- Editiert von hamburgerin01 am 19.10.2005 00:59:05


von altona01 am 19.10.2005 00:53
Status: Tao (12297 Beiträge)
Userwertung:  3,9  von 5 (von 244 User(n) bewertet)

>Gesetzliche Urlaubsregelung bei Eltern
Liebe Hamburgerin01,

wenn wir von Bauchgefühl reden, wiederholen Sie dieses hier doch nur!

Nichts anderes habe ich gepostet. Ich bin zwar empfänglich für jedwede Kritik, doich hilft es niemandem, wenn wir hier beginnen, "Wortklauberei" zu betreiben.

In diesem Sinne wünsche ich noch einen schönen Tag


von murgab123 am 19.10.2005 09:43
Status: Unsterblich (3023 Beiträge)
Userwertung:  3,0  von 5 (von 3 User(n) bewertet)

>Gesetzliche Urlaubsregelung bei Eltern
Hier ist es doch auch nicht so, dass der AN mit Kind keinen Urlaub bekommt, während ein anderer ohne Kind Urlaub nehmen darf, sondern das betriebliche Belange dagegen sprechen.


von karamel am 19.10.2005 11:00
Status: Unsterblich (1808 Beiträge)
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>Gesetzliche Urlaubsregelung bei Eltern
@karamel

Sie sprechen mir förmlich aus der Seele.
Danke!


von murgab123 am 19.10.2005 11:10
Status: Unsterblich (3023 Beiträge)
Userwertung:  3,0  von 5 (von 3 User(n) bewertet)

>Gesetzliche Urlaubsregelung bei Eltern
@murgab
Das mutet schon ziemlich kurios an, wenn Sie fundierte Antworten auf die gestellten Fragen als „nicht hilfreich“ abtun, und selbst gar nichts konkretes zum Thema beitragen.

Lassen Sie das mal ruhig Sorge der/des Fragesteller/in sein, welche Antworten ihr/ihm weiterhelfen!

Und daß Sie glauben, Ihre gefühlten Fakten würden wiederholt, ist nicht nachvollziehbar. Haben Sie den Text gelesen?

Um auf das Thema zurückzukommen:
Der Arbeitgeber behauptet, den Urlaub wg. einer fehlenden Vertretung verweigern zu müssen. Warum eine Vertretung nicht zu bewerkstelligen ist, geht leider nicht aus jerrys Posting hervor. Vermutet werden kann ein Urlaubskonflikt zwischen zwei Arbeitnehmern.
In diesem Fall urteilt die Rechtssprechung überwiegend zu Gunsten der Arbeitnehmer mit Kindern und erlegt den Arbeitgebern hohe Hürden für die Versagung eines Urlaubswunsches auf.
Insofern ergeben sich aus den von mir zitierten Texten die Antworten auf jerrys Fragen:
1.Nein: Der AG muß die Urlaubsregelung aktiv betreiben und kann nicht einfach Arbeitnehmern mit Kindern mit dem Verweis auf eine fehlende Vertretung den Urlaub versagen.
2.Ja: Prinzipiell müssen Arbeitnehmer mit Kindern in Bezug auf die Urlaubsregelung bevorzugt behandelt werden.
3.Die entsprechenden Paragraphen und die Rechtssprechung habe ich oben genannt.

Und da zwei entscheidende Sätze von arbeitsrecht.de, die allgemein Gültigkeit haben, hier anscheinend gerne überlesen werden nochmal:

..Von dringenden betrieblichen Belangen ist nicht bereits dann auszugehen, wenn die Berücksichtigung des vom Arbeitnehmer geäußerten Wunsches zu Störungen im Betriebsablauf führt.

Diese treten regelmäßig bei Fehlen eines Mitarbeiters auf, sie sind hinzunehmen und durch entsprechenden Vorhalt von Personal auszugleichen.


-- Editiert von hamburgerin01 am 20.10.2005 00:57:16


von altona01 am 20.10.2005 00:52
Status: Tao (12297 Beiträge)
Userwertung:  3,9  von 5 (von 244 User(n) bewertet)

>Gesetzliche Urlaubsregelung bei Eltern
Nicht nur fundiert sondern hervorragend zitiert!

Na dann hat der AN zumindest - Sie vergassen zu erwähnen - den - einzigen - Weg vors Arbeitsgericht, denn einen anderen gibt es nicht, so der AG ablehnt.

zu hamburgerin01: ich bedaure es sehr, sollte ich Sie persönlich "verletzt" haben, ich habe jedoch nicht damit gerechnet, das Menschen des Rechts soooo sensibel sein können, ist mir bisher noch nie unterge-kommen.




von murgab123 am 20.10.2005 10:45
Status: Unsterblich (3023 Beiträge)
Userwertung:  3,0  von 5 (von 3 User(n) bewertet)

>Gesetzliche Urlaubsregelung bei Eltern
Das freut mich, daß Sie dem Fragesteller nun selbst zu einer Durchsetzung seiner berechtigten Interessen raten. War doch gar nicht so schwer zu verstehen, oder?

Daß Sie dabei Ihre verletzte Eitelkeit auf Ihren Gesprächspartner projezieren, irritiert natürlich.



von altona01 am 20.10.2005 20:21
Status: Tao (12297 Beiträge)
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