Gericht in Südafrika erlaubt grausame rituelle Stiertötung
AFP VOM 4.12.2009 | Nachrichten - Nachrichten | 772 Aufrufe Mehr zum Thema:Stiertötung
Ein Gericht in Südafrika hat ein umstrittenes Zulu-Ritual gebilligt, bei dem Jugendliche mit bloßen Händen einen Stier töten. Die Tierschutzorganisation Animal Rights Africa hatte am Freitag beantragt, die für Samstag geplante traditionelle Stier-Tötung in der nördlichen Provinz KwaZulu Natal zu stoppen, wie die Nachrichtenagentur SAPA meldete. Die Tierschützer verwiesen vor Gericht auf den qualvollen Tod des Tieres, dem ein vierzigminütiger Todeskampf bevorstehe, während dessen ihm Zunge und Augen ausgerissen würden. Der Stier werde an Schwanz und Genitalien festgehalten und dann totgeschlagen. Dagegen sagte ein Experte für Zulu-Bräuche, der Tod des Tieres trete schnell ein und sei wenig schmerzhaft. Der Richter habe sich von dem Experten überzeugen lassen.
Das Ritual wird anlässlich eines Erntedank-Festes nach der ersten Ernte des Jahres im Dorf Nongoma begangen. Bis zu vierzig Jugendliche töten einen Bullen als Zeichen ihrer Mannwerdung. Die Zulu sind die größte Volksgruppe in Südafrika.
4. Dezember 2009 - 18.17 Uhr
© AFP Agence France-Presse GmbH 2009


