Gericht in Mumbai bestellt neuen Anwalt für Angeklagten
AFP VOM 16.4.2009 | Nachrichten - Nachrichten | 3286 Aufrufe Mehr zum Thema:Mumbai-Attentäter
Bei Anschlägen im November starben 165 Menschen
Ein indisches Gericht hat einen neuen Anwalt für den mutmaßlich einzigen überlebenden Attentäter von Mumbai bestellt. Der aus Pakistan stammende Angeklagte Mohammed Anmal Pamir Oman beantragte daraufhin, sich sofort mit seinem neuen Rechtsbeistand treffen zu dürfen, wie ein AFP-Reporter aus dem Gerichtssaal in einem Gefängnis im ehemaligen Bombay berichtete.
Der als Kasab bekanntgewordene Mann soll an den Anschlägen Ende November 2008 in der indischen Wirtschaftsmetropole beteiligt gewesen sein, bei denen mehr als 160 Menschen getötet worden. Dem 21-Jährigen werden von der Anklage unter anderem "kriegerische Handlungen" gegen Indien, Mord und Entführung vorgeworfen.
Kasab droht bei einer Verurteilung die Todesstrafe. Der mit Spannung erwartete Prozess gegen ihn war am Mittwoch gleich am ersten Prozesstag vertagt worden, nachdem das Gericht der bisherigen Verteidigerin das Mandat entzog. Sie steht im Verdacht, Kontakt zu einem möglichen Zeugen der Anklage zu haben. Kasab hatte daraufhin beantragt, einen Anwalt aus Pakistan zu bekommen. Dies lehnte der Richter aber ab.
16. April 2009 - 13.02 Uhr
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