Gericht in Guatemala erlaubt Ausweisung von Ex-Präsident
AFP VOM 18.3.2010 | Nachrichten - International | 604 Aufrufe Mehr zum Thema:Portillo, Ausweisung
Anklage gegen Portillo in USA wegen Geldwäsche
Ein Gericht in Guatemala hat der Ausweisung des von den USA gesuchten Ex-Präsidenten des Landes, Alfonso Portillo, zugestimmt. Das Gericht sei damit einer entsprechenden Bitte der USA gefolgt, erklärte die guatemaltekische Justiz. Allerdings müsse sich Portillo zunächst in seiner Heimat Guatemala verantworten, wo gegen ihn ein Prozess wegen Unterschlagung läuft.
In den USA ist der 58-jährige Portillo wegen Geldwäsche und Untreue in den USA angeklagt. Er soll während seiner Regierungszeit von 2000 bis 2004 dutzende Millionen Dollar Staatsgeld beiseite geschafft und bei mehreren Banken in den USA und in Europa gewaschen haben.
"Ich habe eine Schlacht verloren, aber es ist noch nicht vorbei und ich gebe mich nicht geschlagen", sagte Portillo nach der Entscheidung des Gerichts. Sein Anwalt Telesforo Guerra kündigte an, gegen das Urteil Berufung einzulegen.
Portillo war Ende Januar im Norden Guatemalas festgenommen worden. Der Ex-Präsident war 2005 nach Mexiko geflohen, nachdem er seine Immunität verloren hatte. Im Oktober 2008 wurde er nach Guatemala ausgeliefert, wo er gegen Kaution bis zu Beginn seines dortigen Prozesses auf freiem Fuß bleiben sollte.
18. März 2010 - 08.20 Uhr
© AFP Agence France-Presse GmbH 2010


