
Ein Gericht in Den Haag hat mehrere Anträge abgewiesen, nach denen US-Präsident George W. Bush bei seinem Besuch in den Niederlanden am Wochenende festgenommen werden sollte. Etwa zehn linke Organisationen und Aktivisten, die dem Präsidenten unter Hinweis auf den Afghanistan- und Irak-Krieg "mehrfache schwere Verletzungen der Genfer Konventionen" vorwerfen, hatten geklagt.
Der Richter urteilte, die Angelegenheit sei politischer Natur und eine Anklage könne "extreme Folgen für das Verhältnis zwischen den USA und den Niederlanden haben."
Bush wird am Samstagabend in den Niederlanden erwartet, wo er am Sonntag in der Nähe von Maastricht an einer Gedenkveranstaltung zum 60. Jahrestag des Kriegsendes auf einem US-Soldatenfriedhof teilnehmen wird. Laut einer Umfrage des Instituts Maurice de Hond sind 31 Prozent der Niederländer gegen den Besuch; 66 Prozent sind anderer Meinung. 46 Prozent der Befragten halten die geplanten Anti-Bush-Demonstrationen für "unangebracht".
4. Mai 2005 - 18.42 Uhr
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