Gericht in Birma lässt Einspruch von Suu Kyi gegen Hausarrest zu
AFP VOM 21.10.2010 | Nachrichten - Nachrichten | 947 Aufrufe Mehr zum Thema:Suu Kyi, Birma
Der Oberste Gerichtshof in Birma hat einen Einspruch der Oppositionsführerin Aung San Suu Kyi gegen ihren Hausarrest zugelassen. Drei Richter würden in der Hauptstadt Naypyidaw über ihren Antrag entscheiden, sagte einer ihrer Anwälte, Khin Htay Kywe, am Donnerstag. Ein Termin für die Anhörung sei noch nicht angesetzt worden. "Wir hoffen immer das Beste", sagte der Jurist. Ein Vertreter der Militärjunta, der namentlich nicht genannt werden wollte, bestätigte der Nachrichtenagentur AFP, dass der Oberste Gerichtshof den Einspruch Suu Kyis am Mittwoch zuließ.
Die Friedensnobelpreisträgerin verbrachte fast 15 der vergangenen 20 Jahre unter Hausarrest oder im Gefängnis. Vor gut einem Jahr war ihr Hausarrest verlängert worden. Er endet offiziell am 13. November, also knapp eine Woche nach den geplanten Wahlen.
Suu Kyis Partei Nationale Liga für Demokratie (NLD) hatte die letzten freien Wahlen 1990 mit großem Vorsprung gewonnen. Die Junta erkannte das Ergebnis jedoch nie an. Mit Blick auf die Abstimmung im November wurde die Auflösung der NLD angeordnet, gegen die Suu Kyi auch gerichtlich vorgeht.
21. Oktober 2010 - 11.58 Uhr
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