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Gericht erlaubt Beschlagnahmung von Nordkoreas "Botschaft" in Tokio

AFP VOM 28.6.2012 | Nachrichten - Allgemein | 482 Aufrufe
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Beschlagnahmung, Botschaft, Tokio, Nordkorea

In Gebäude ansässige Organisation hat horrende Schulden

Der Oberste Gerichtshof in Japan hat Medienberichten zufolge grünes Licht für die Beschlagnahmung eines Gebäudes in Tokio gegeben, in dem die de-facto-Botschaft Nordkoreas untergebracht ist. Das Gericht bestätigte am Donnerstag vorherige Urteile, wonach der Sitz der nordkoreanischen Organisation Chongryon in einem Geschäftsviertel der japanischen Hauptstadt versteigert werden darf. Die Organisation, die mangels diplomatischer Beziehungen zwischen Japan und Nordkorea als Anlaufstelle für die Nordkoreaner in Japan gilt, schuldet den Behörden umgerechnet rund 630 Millionen Euro.

Ein Sprecher der Organisation bezeichnete die Entscheidung des Gerichts als "bedauerlich" und sagte, er hoffe auf eine Lösung im Dialog. Danach befragt, ob die Organisation das Haus verlassen werde, wenn es zwangsversteigert wird, sagte er: "Noch ist nichts entschieden." Der Nachrichtenagentur Jiji Press zufolge dürfte sich die Prozedur ohnehin noch Monate hinziehen. Tokio und Pjöngjang unterhalten keine diplomatischen Beziehungen miteinander.

© AFP Agence France-Presse GmbH 2012



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