Gericht degradiert Unteroffiziere wegen Misshandlung
AFP VOM 2.2.2012 | Nachrichten - Allgemein | 400 Aufrufe Mehr zum Thema:Unteroffiziere, Misshandlung
Gefreiter wurde gefesselt und mit Wasser übergossen
Das Bundesverwaltungsgericht hat zwei Unteroffiziere der Bundeswehr wegen Misshandlung eines Untergebenen zu Mannschaftsdienstgraden degradiert. Es sei üblich, Vorgesetzte bei entwürdigender Behandlung eines Untergebenen um mehrere Dienstgrade herabzustufen, teilte das Gericht am Mittwoch in Leipzig mit. Die beiden Unteroffiziere der Marine hatten einen Hauptgefreiten auf einem Schiff mit Klebeband gefesselt, anschließend mit einem Schlauch nassgespritzt und dabei auch kaltes Wasser in die geöffnete Hose laufen lassen. (Az: 2 WD 1.11)
Das Truppendienstgericht hatte gegen die beiden Soldaten nur ein vierjähriges Beförderungsverbot sowie eine Kürzung ihres Solds um ein Zehntel verhängt. Dagegen hatte die Wehrdisziplinaranwaltschaft Berufung eingelegt. Der Behauptung der beiden Unteroffiziere, es habe sich nur um einen "Spaß" gehandelt, maß das Leipziger Gericht kein Gewicht bei.
02.02.2012 - 15:00 Uhr
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