Gericht in Libyen hebt Strafe eines verurteilten Schweizers auf
AFP VOM 31.1.2010 | Nachrichten - Nachrichten | 646 Aufrufe Mehr zum Thema:Gaddafi
Ein Berufungsgericht in Libyen hat die 16-monatige Gefängnisstrafe gegen einen von zwei verurteilten Schweizer Geschäftsmännern aufgehoben. Wie der Anwalt von Rachid Hamdani, der für ein Schweizer Unternehmen in Libyen arbeitete, am Sonntag mitteilte, wurde sein Mandant freigesprochen. Ihm war vorgeworfen worden, sein Visum nicht verlängert und sich somit illegal in Libyen aufgehalten zu haben. Weitere Details nannte der Anwalt nicht.
Hamdani und ein weiterer Schweizer Geschäftsmann waren im Sommer 2008 in Libyen festgenommen und im November 2009 zu 16 Monaten Haft und einer Geldstrafe von umgerechnet jeweils 1100 Euro verurteilt worden. Ihnen wurden Steuerflucht und Verstoß gegen das Einwanderungsgesetz zur Last gelegt. Der Prozess galt als Reaktion auf die kurzzeitige Festnahme von Hannibal Gaddafi, einem Sohn des libyschen Machthabers Muammar el Gaddafi, in Genf. Dem Gaddafi-Sohn und seiner Frau war vorgeworfen worden, zwei Hotel-Angestellte misshandelt zu haben.
Auch der schweizerisch-schwedische Technologiekonzern ABB, für den der zweite Verurteilte Max Göldi arbeitete, hatte seine Anwälte in Libyen angewiesen, in Berufung zu gehen. Ein Urteil in seinem Fall wird am 4. Februar erwartet. Beide Männer befinden sich derzeit in der Obhut der Schweizer Botschaft in Tripolis.
31. Januar 2010 - 15.50 Uhr
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