Gericht berät über Freilassung von deutschem Arzt in Frankreich
AFP VOM 3.3.2010 | Nachrichten - International | 834 Aufrufe Mehr zum Thema:Arzt, Entführung, Frankreich
Der französische Kassationshof hat sich am Mittwoch mit einer möglichen Freilassung des im Oktober nach Frankreich verschleppten deutschen Arztes Dieter K. befasst. Die Richter kamen am Nachmittag in der französischen Hauptstadt zusammen und wollten ihre Entscheidung im Laufe des Tages bekanntgeben. Dieter K. war 1995 in Abwesenheit in Frankreich zu 15 Jahren Haft verurteilt worden, weil er in den 80er Jahren die 14-jährige Tochter seiner damaligen Lebensgefährtin getötet haben soll. Geklagt hatte der in Frankreich lebende Vater von Kalinka, André Bamberski, der bis heute von K.s Schuld überzeugt ist und Gerechtigkeit für seine tote Tochter fordert.
Weil die deutsche Justiz zu der Einschätzung gelangt war, dass es keine hinreichenden Beweise gegen K. gebe, lieferte sie ihn nie nach Frankreich aus. Im Oktober wurde der 74-jährige Mediziner dann aus seinem Haus am Bodensee verschleppt und nachts gefesselt und geknebelt vor einem ostfranzösischen Gerichtsgebäude abgelegt. Zu der Tat bekannte sich ein Mann aus dem Kosovo, verantwortlich soll aber Kalinkas Vater sein. Dieser ist nach Zahlung einer Kaution in Frankreich auf freiem Fuß.
3. März 2010 - 15.39 Uhr
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