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Generalstaatsanwalt bemängelt intern UNICEF-Ermittlungen
AFP VOM 15.6.2008 | Nachrichten - Nachrichten | 1388 Aufrufe Mehr zum Thema:Unicef, Zeugen, Belehrung
Zeugen nicht ordnungsgemäß belehrt
In der Affäre um das Kinderhilfswerk UNICEF hat der Kölner Generalstaatsanwalt Jürgen Kapischke angeblich intern die Ermittlungen kritisiert. Zeugen seien etwa nicht ordnungsgemäß belehrt, sondern nur formlos befragt worden, berichtet der "Focus" unter Berufung auf Justizkreise vorab. Zudem habe Kapischke einen Bericht an das nordrhein-westfälische Justizministerium über den Stand der Nachforschungen gestoppt. Darin teilte die Staatsanwaltschaft laut "Focus" mit, die Untersuchung gegen den unter Untreueverdacht geratenen Ex-UNICEF-Geschäftsführer Dietrich Garlichs habe bisher nichts ergeben.
Kapischke habe um einen neuen, neutraleren Report gebeten, berichtete das Magazin. Weder Staatsanwaltschaft noch Kapischke wollten in "Focus" die "internen Vorgänge" kommentieren, hieß es in dem Bericht. UNICEF Deutschland war nach Verschwendungsvorwürfen und wegen fehlender Transparenz in die Kritik geraten. Im Zuge der Krise war neben der UNICEF-Vorsitzenden Heide Simonis auch der langjährige Geschäftsführer Dieter Garlichs zurückgetreten.
15. Juni 2008 - 10.40 Uhr
© AFP Agence France-Presse GmbH 2008
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