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Gefängnis für Kleinkind-Misshandlung in Wäschetrockner

AFP VOM 30.8.2006 | Nachrichten - International | 2719 Aufrufe
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Wäschetrockner, Kleinkind, Baby, Misshandlung

Australier muss acht Monate in Haft

Weil er ein Kleinkind "zum Spaß" in einen Wäschetrockner gesteckt hatte, muss ein Australier für acht Monate ins Gefängnis. Der 21-jährige Samuel Siddall hatte sich vor Gericht schuldig bekannt, der 14 Monate alten Tochter seiner Freundin schweren Schaden zugefügt zu haben. Die kleine Mia hatte in dem Wäschetrockner, der zwei Minuten angestellt war, schwere Verbrennungen an den Händen und Prellungen im Gesicht, am Körper und an der Wirbelsäule erlitten. Seiner Ansicht nach habe es sich bei der Tat eher um eine "unglaubliche Dummheit" als um einen Akt der Boshaftigkeit gehandelt, sagte Richter Richard Bayly am Mittwoch bei der Urteilsverkündung in Perth. Dennoch sei Gefängnis die einzig mögliche Strafe in solch einem ernsten Fall.

Siddalls Anwalt betonte, sein Mandant habe nicht aus Wut oder Bosartigkeit gehandelt. Vielmehr habe der Lehramtsstudent gedacht, die Tour im Trockner werde dem Kind Spaß machen: Mia habe es immer geliebt, wenn er sie an den Händen fasste und durch die Luft wirbelte, "und er dachte, wahrscheinlich würde sie gerne eine Runde im Wäschetrockner drehen".

30. August 2006 - 09.48 Uhr

© AFP Agence France-Presse GmbH 2006


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