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Gäfgen wirft Polizisten Androhung von Folter vor

AFP VOM 25.11.2004 | Nachrichten - Vor Gericht | 2814 Aufrufe
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- Mörder von Jakob von Metzler sagt in Daschner-Prozess aus

Im Prozess um die Folterdrohungen im Mordfall Jakob von Metzler hat der verurteilte Täter Magnus Gäfgen der Polizei vorgeworfen, ihn in den Vernehmungen massiv bedroht zu haben. Ihm sei gesagt worden, man könne ihm Schmerzen zufügen, die er noch nie gespürt habe, sagte Gäfgen in seiner Zeugenaussage vor dem Landgericht Frankfurt am Main.

Ihm sei damit gedroht worden, dass ein Spezialist bereits mit einem Hubschrauber unterwegs sei. Dieser könne ihm Schmerzern zufügen, die keine Spuren hinterließen.

Zudem sei ihm gesagt worden, er werde mit zwei "großen fetten Negern" in eine Zelle gesperrt, wo sie ihn missbrauchen würden. "Dann hatte ich wirklich Angst hier nicht mehr lebend rauszukommen, und habe gesagt, wo die Leiche des Jungen versteckt sei", sagte Gäfgen.

In dem Verfahren muss sich der Frankfurter Polizei-Vizepräsident Wolfgang Daschner wegen Verleitung zur Nötigung vor Gericht verantworten, weil er die Drohungen angeordnet hatte. Der 61-jährige Beamte wollte so das Leben des Jungen retten. Die Ermittler hofften damals noch, den elfjährigen Jakob von Metzler noch lebend zu finden. Ein Krimimalhauptkommissar, der Gäfgen bedroht haben soll, ist wegen Nötigung angeklagt.

25. November 2004 - 12.01 Uhr

© AFP Agence France-Presse GmbH 2004




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