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Früherer AUB-Chef Schelsky aus Haft entlassen - 1/1
AFP vom 01.07.2009   |   962 Aufrufe   |   Rubrik: Nachrichten - Vor Gericht

Früherer AUB-Chef Schelsky aus Haft entlassen

Früherer Arbeitnehmervertreter wegen Betrugs verurteilt

Der Ex-Chef der von Siemens mitfinanzierten Betriebsräteorganisation AUB, Wilhelm Schelsky, ist wieder auf freiem Fuß. Das Oberlandesgericht Nürnberg habe einer Haftbeschwerde stattgegeben, teilte Schelskys Anwalt Jürgen Lubojanski der "Süddeutschen Zeitung" mit. Schelsky war Ende 2008 wegen Betrugs, Steuerhinterziehung und Beihilfe zur Untreue zu einer viereinhalbjährigen Haftstrafe verurteilt worden. Weil sein Verteidiger Revision eingelegt hat, ist das Urteil dem Bericht zufolge noch nicht rechtskräftig.

Nach Angaben aus Justizkreisen durfte Schelsky am Montagnachmittag das Gefängnis in Nürnberg verlassen. Schelskys Verteidiger ging laut "SZ" nun gegen eine überlange Untersuchungshaft vor. Sein Mandant sitze bereits seit dem 14. Februar 2007 ohne rechtskräftiges Urteil in Haft, erklärte Lubojanski demnach. Es sei nicht auszuschließen, dass der ehemalige AUB-Chef wieder in Haft müsse, wenn die Revision scheitert, sagte sein Verteidiger.

Schelsky hat nach Erkenntnissen der Justiz und Siemens zwischen 1990 und 2006 verdeckt mehr als 50 Millionen Euro für den Aufbau der AUB bekommen. Damit sollte er die arbeitgebernahe AUB als Gegengewicht zur kritischen Gewerkschaft IG Metall positionieren.

1. Juli 2009 - 08.52 Uhr

© AFP Agence France-Presse GmbH 2009



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