Freispruch für wegen Sexverbrechen an Tochter angeklagte Mutter
AFP VOM 11.11.2011 | Nachrichten - Allgemein | 507 Aufrufe Mehr zum Thema:Kindesmissbrauch, Vergewaltigung
Frau soll 14-Jährige laut Anklage einem Fremden überlassen haben
Aus Mangel an Beweisen hat das Amtsgericht Augsburg am Freitag eine Mutter freigesprochen, die ihre damals 14-jährige Tochter 1999 einem fremden Mann zum Sex überlassen haben soll. Die sich alleine auf die Aussage der heute 26-Jährigen stützende Anklage habe dem Gericht letztlich für eine Verurteilung nicht ausgereicht, sagte ein Gerichtssprecher.
Damit folgte das Gericht der Forderung der Verteidigung nach einem Freispruch, die Staatsanwaltschaft hatte hingegen zweieinhalb Jahre Haft für die 50-jährige Angeklagte unter anderem wegen Mittäterschaft bei einer Vergewaltigung gefordert. Diese saß wegen des Vorwurfs ihrer Tochter seit mehreren Monaten in Untersuchungshaft.
Die Tochter hatte von der angeblichen Vergewaltigung berichtet, nachdem sie selbst in diesem Jahr in Konflikt mit der Polizei geraten war. Demnach soll die Mutter 1999 einen Mann in ihr Zimmer gesperrt haben und gesagt haben, sie könne auch mal was dazu verdienen. Weil der mutmaßliche Vergewaltiger völlig unbekannt blieb, stützten sich sämtliche Vorwürfe alleine auf die Aussage der Tochter. Das Gericht befand, dass sich die Tat so wie berichtet zugetragen haben könnte, mit für eine Verurteilung ausreichender Gewissheit lasse sich dies aber nicht sagen.
11.11.2011 - 13:30 Uhr
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