Nach 18 Monaten Haft in der Dominikanischen Republik sind zwei junge Französinnen am Dienstag freigelassen worden. Sarah Zaknoun und Céline Faye hätten das Gefängnis verlassen, teilte eine Sprecherin von Entwicklungsstaatssekretär Alain Joyandet mit. Der Politiker war in die Dominikanische Republik gereist und will die Frauen am Mittwoch nach Frankreich zurückbringen.
Die erst 19 und 20 Jahre alten Frauen aus dem ostfranzösischen Besançon waren 2008 während eines Urlaubs in der Dominikanischen Republik wegen Drogenhandels zu acht Jahren Haft verurteilt worden. In ihrem Gepäck wurden sechs Kilo Kokain gefunden. Die Frauen beteuerten, die Droge sei ohne ihr Wissen in ihr Gepäck geschmuggelt worden. Kurz vor Weihnachten wurden sie vom Präsidenten des Landes, Leonel Fernandez, begnadigt. Joyandet begrüßte die Begnadigung als "streng humanitäre" Geste. Die beiden erhielten nun "eine zweite Chance".
Pascale Jackson, die Mutter von Céline Faye, sprach von einer "riesigen Erleichterung". Sie warte nun "voller Ungeduld" auf die Rückkehr ihrer Tochter, sagte sie der Nachrichtenagentur AFP. Fernandez hatte im September bei einem Besuch in Paris zunächst eine Auslieferung der beiden Frauen angekündigt. Demnach hätten sie den Rest der Strafe in Frankreich verbüßen müssen. Während dieser Visite schloss der Präsident der Dominikanischen Republik mehrere Verträge über wirtschaftliche Zusammenarbeit mit Frankreich ab.
29. Dezember 2009 - 16.21 Uhr
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