Ein Kampfhundbesitzer muss in Frankreich jahrelang hinter Gitter, weil er das Tier auf Passanten gehetzt hat. Das Strafgericht von Caen verurteilte den 24 Jahre alten Mann wegen gefährlicher Körperverletzung am Mittwochabend zu vier Jahren Gefängnis, wobei sechs Monate zur Bewährung ausgesetzt wurden. Er hatte laut Anklage den American Staffordshire am Montag ohne Maulkorb und Leine spazieren geführt, wobei der Hund spontan nach dem Kopf eines dreijährigen Kindes schnappte und dessen Vater ins Knie biss. Als zwei Passanten den angetrunkenen Mann zur Rede stellen wollten, habe er den Hund auf sie gehetzt. Einer von ihnen sei dabei so schwer verletzt worden, dass er möglicherweise seine Hand verliert. Das Kind wurde nur leicht verletzt.
In dem Schnellverfahren in der nordfranzösischen Stadt sagte eines der schwer verletzten Opfer mit Verbänden am Arm, einem Bein und am Bauch aus. "Er hat "fass" zu dem Hund gesagt", erzählte der 32-Jährige laut der Zeitung "Le Parisien". "Er hat mich fünf Minuten lang gebissen. Ich habe es schließlich geschafft, mich in ein Auto einzusperren und bin dann bewusstlos geworden." Laut dem "Parisien" musste die Polizei mit sechs Einsatzwagen anrücken, um zu verhindern, dass der Täter beim Abführen "von den Einwohnern des Viertels gelyncht wird". Der Hund wird eingeschläfert.
28. August 2008 - 11.01 Uhr
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