Nach mehreren deutschen Gemeinden klagt auch eine französische Stadt wegen eines riskanten Finanzgeschäftes gegen die Deutsche Bank. Der Bürgermeister von Saint-Etienne in der Nähe von Lyon kündigte am Montag an, die Stadt werde die deutsche Großbank wegen eines Zinsgeschäftes in Höhe von 20 Millionen Euro vor Gericht bringen. Wie auch die deutschen Städte hatte Saint-Etienne das Geschäft mit der Deutschen Bank abgeschlossen, um Zinslasten zu senken, sich dabei aber verspekuliert. Für das bis 2022 laufende Geschäft würden ab April 24,0 statt derzeit 4,3 Prozent Zinsen fällig, sagte der Bürgermeister und sprach von "mangelhafter Information" seitens der Bank. Der Stadt entstünden dadurch jährliche Mehrkosten von 3,7 Millionen Euro.
In Deutschland waren die Städte Ravensburg und Düsseldorf mit einer Schadenersatzklage gegen die Deutsche Bank gescheitert. Auch sie hatten Geld in riskante Zinswetten gesteckt. Die Bank hatte ihre Aufklärungspflicht nach Einschätzung der Richter aber nicht verletzt.
26. Oktober 2009 - 16.01 Uhr
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