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Französischer Komiker erneut wegen Judenfeindlichkeit verurteilt

AFP VOM 27.10.2009 | Nachrichten - Nachrichten | 1245 Aufrufe
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Dieudonné muss 10.000 Euro Strafe zahlen

Der französische Komiker Dieudonné ist erneut wegen Judenfeindlichkeit verurteilt worden. Dieudonné M'Bala M'Bala muss die Gerichtskosten der Kläger in Höhe von 10.000 Euro sowie je einen symbolischen Euro an die acht klagenden Organisationen zahlen, entschied ein Gericht in der französischen Hauptstadt Paris am Dienstag. Die Staatsanwaltschaft hatte zusätzlich ein Jahr auf Bewährung für den 43-Jährigen gefordert.

Dieudonné hatte zu einem seiner Auftritte den französischen Holocaust-Leugner Robert Faurisson eingeladen und diesem einen Preis verliehen. Bei der Show in einer Pariser Konzerthalle hatte ein als KZ-Häftling verkleideter Mitarbeiter von Dieudonné dem umstrittenen ehemaligen Literaturprofessor Faurisson einen Preis für "fehlende Gesellschaftsfähigkeit und Unverfrorenheit" verliehen.

Dieudonné M'Bala M'Bala war in den 90er Jahren zusammen mit dem jüdischen Komiker Elie Semoun aufgetreten, bevor er mit rassistischen und judenfeindlichen Anwandlungen von sich reden machte - der schwarze Komiker liebäugelt mittlerweile mit französischen Rechtsextremen und machte den umstrittenen Politiker Jean-Marie Le Pen zum Taufpaten seiner Tochter.

Im Juni vergangenen Jahres war Dieudonné in einem Berufungsverfahren zu einer Geldstrafe verurteilt worden, nachdem er bei einem Auftritt über die "zionistische Lobby" hergezogen und die Judenvernichtung im Dritten Reich als "Pornografie der Erinnerung" bezeichnet hatte.

27. Oktober 2009 - 15.24 Uhr

© AFP Agence France-Presse GmbH 2009


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