Französische Justiz geht offenbar gegen Airbus-Manager vor
AFP VOM 10.12.2010 | Nachrichten - Allgemein | 914 Aufrufe Mehr zum Thema:Airbus, Insiderhandel
Ermittlungen wegen Verdacht auf Insiderhandel
Die französische Justiz ermittelt gegen einen aktuellen und einen früheren Airbus-Manager wegen des Verdachts auf Insiderhandel. Ein offizielles Ermittlungsverfahren gegen Airbus-Verkaufschef John Leahy sei Anfang November eingeleitet worden, erfuhr die Nachrichtenagentur AFP aus informierten Kreisen. Ebenfalls schon vor mehreren Wochen wurden demnach Ermittlungen gegen den früheren Personalvorstand Erik Pillet eingeleitet.
Die Justiz wirft den beiden Managern den Angaben zufolge vor, beim Verkauf von Aktien der Airbus-Mutter EADS von internem Wissen profitiert zu haben. Der US-Manager Leahy soll im November 2005 und März 2006 Aktien verkauft und dabei einen Gewinn von über drei Millionen Euro gemacht haben, bei Pillet beläuft sich der Betrag auf 540.000 Euro. Im Juni 2006 hatte EADS dann Lieferprobleme beim Prestigeprojekt, dem Riesen-Flugzeug A380, bekanntgegeben, was zu einem massiven Kurssturz der Aktie führte. Dem Konzern wurde vorgeworfen, nicht schnell genug über die Verzögerungen unterrichtet zu haben.
Die französische Börsenaufsicht AMF hatte die Vorfälle ebenfalls untersucht. Sie hatte im vergangenen Dezember aber alle 17 von den Ermittlungen betroffenen EADS-Manager vom Vorwurf des Insiderhandels freigesprochen, darunter auch Leahy. Auch das Unternehmen selbst und die Großaktionäre Daimler und Lagardère entlastete die AMF.
10.12.2010 - 19:31 Uhr


