
Zu Weihnachten hat die Dominikanische Republik zwei junge Französinnen begnadigt, die 2008 wegen Drogenhandels zu acht Jahren Haft verurteilt worden waren. Staatspräsident Leonel Fernandez unterzeichnete ein Dekret, durch das die Französinnen auf freien Fuß kommen, wie das Präsidialamt in Santo Domingo mitteilte. Sarah Zaknoun und Céline Faye waren 2008 mit sechs Kilogramm Kokain festgenommen worden. Die jungen Frauen behaupteten, das Rauschgift sei ohne ihr Wissen in ihr Gepäck geschmuggelt worden.
Frankreichs Entwicklungsstaatssekretär Alain Joyandet sprach mit Blick auf die Begnadigung von einer "streng humanitären" Geste. Die erst 19 und 20 Jahre alten Französinnen hätten durch ihre mehr als einjährige Haft bereits "einen hohen Preis" gezahlt. Jetzt erhielten sie "eine zweite Chance".
Dass beide jetzt freigelassen würden, sei "eine große Überraschung", sagte Fayes Mutter Pascale Jackson. Denn eigentlich sei bisher nur von einer Auslieferung die Rede gewesen; die Frauen hätten dann den Rest ihrer Strafe in Frankreich verbüßen müssen. "Meine Tochter hat am Telefon vor Freude geweint", sagte Jackson. "Das ist wirklich ein schönes Weihnachtsgeschenk." Joyandet werde die Frauen persönlich abholen; sie würden Anfang kommender Woche in Frankreich erwartet.
24. Dezember 2009 - 12.18 Uhr
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