Frankreichs Millionendieb Toni M. langweilt sich ohne Arbeit
AFP VOM 29.1.2010 | Nachrichten - Nachrichten | 1281 Aufrufe Mehr zum Thema:Dieb, Frankreich, Geldtransporter
39-Jähriger war mit Geldtransporter abgehauen
Der französische Millionendieb Toni M., der im November mit einem Geldtransporter mit 11,6 Millionen Euro getürmt war, sehnt sich nach seiner Arbeit zurück. "Ich möchte freigelassen werden, weil ich arbeiten will", sagte er vor Gericht in der französischen Stadt Lyon. "Ich habe immer gearbeitet, und jetzt wache ich morgens auf und habe nichts zu tun." Wieder für eine Sicherheitsfirma zu arbeiten werde wohl schwierig sein, gab der Häftling zu. Er habe aber eine Ausbildung als Elektromechaniker.
M. hatte sich Mitte November elf Tage nach seiner Tat gestellt; es habe ihm Angst gemacht, was damals für ein Medienrummel um ihn entstanden sei, sagte er. Der 39-Jährige war mit dem Geldtransporter abgehauen, als seine beiden Kollegen kurz etwas in ihrer Firma in Lyon erledigten und er mit dem Wagen allein war.
Im Internet wurde M. schnell als Held gefeiert, weil er die Millionen ohne jede Gewalt erbeutet hatte und sich seine Spur danach verlor. Als der Dieb sich später in Monaco stellte, fand die Polizei nur einen Teil der Beute wieder - rund zweieinhalb Millionen Euro fehlen bis heute. Ermittler mutmaßen, dass M. die vergleichsweise geringe Strafe auf sich nehmen wolle, die ihm für den Diebstahl droht, um sich danach ein schönes Leben mit der restlichen Beute zu machen.
29. Januar 2010 - 11.53 Uhr
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